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Panorama Reaktor 5 in Fukushima wieder ans Stromnetz angeschlossen
Mehr Welt Panorama Reaktor 5 in Fukushima wieder ans Stromnetz angeschlossen
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13:59 25.03.2011
Das Atomkraftwerk Fukushima wird mit Wasserwerfern gekühlt.
Das Atomkraftwerk Fukushima wird mit Wasserwerfern gekühlt. Quelle: dpa
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20.10 Uhr: IAEA sorgt sich um radioaktiv verseuchte Lebensmittel in Fukushima

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sorgt sich um radioaktiv verseuchte Lebensmittel aus der Region um das Atomkraftwerk Fukushima Eins. Nach den der UN-Behörde in Wien vorliegenden Messungen japanischer Behörden liegen vor allem die Werte von radioaktivem Jod 131 in Milch und Blattgemüse teils weit über der für den Verzehr geeigneten Norm. Die Situation im halb zerstörten Atomkraftwerk selbst hat sich nach Einschätzung der UN-Behörde seit Samstag aber leicht zum Positiven verändert.

16.32 Uhr: Reaktor 5 in Fukushima wieder ans Stromnetz angeschlossen

Der Reaktorblock 5 der beschädigten Atomanlage Fukushima Eins ist wieder an das externe Stromnetz angeschlossen. Das teilten am Montag (Ortszeit) die Behörden nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Das Kühlsystem des Reaktorblocks wurde zuvor mit Notgeneratoren betrieben.

14.33 Uhr: Ministerpräsident Kan am Montag nach Fukushima

Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan wird am Montag die Region nahe des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima besuchen. Das berichtete am Sonntag die Nachrichtenagentur Kyodo.

14.08 Uhr: Reaktor 3 wird wieder mit Wasser besprüht

Rettungsmannschaften haben am späten Sonntagabend (Ortszeit) erneut Wasser auf den Reaktorblock 3 des Kernkraftwerkes Fukushima Eins gesprüht. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Dieser Reaktor ist wegen seiner MOX-Brennelemente besonders gefährlich. In dem Reaktorbehälter war am Sonntagmorgen der Druck wieder gestiegen, obwohl der Block bis Sonntag früh 13 Stunden lang unter dem Beschuss von Wasserwerfern stand. Die in Block 3 verwendeten Brennelemente sind gefährlich, weil es sich dabei um Plutonium-Uran-Mischoxide (MOX) handelt. Plutonium ist ein hoch giftiger Stoff.

13 Uhr: Fukushima Reaktor 5 und 6 stabil

Die Reaktorblöcke 5 und 6 der havarierten Atomanlage Fukushima Eins werden wieder gekühlt und sind in einer stabilen Lage („cold shutdown“). Das teilten am Sonntag die Behörden nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Die Kühlung für beide Reaktorblöcke konnte von den Rettungsmannschaften wieder in Gang gesetzt werden. Zuvor war eine Notstromleitung zu dem Kernkraftwerk gelegt worden. Bei einem sogenannten „cold shutdown“ wird der ausgeschaltete Reaktor wieder ausreichend gekühlt. Die Temperatur des Kühlwassers liegt unter 100 Grad Celsius und ist damit zunächst so niedrig, dass keine Gefahr mehr droht.

12.40 Uhr: Wasser wird in Abklingbecken von Reaktor 2 gepumpt

Rettungskräfte haben am Sonntag Meerwasser in das Abklingbecken des Reaktorblocks 2 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins gepumpt. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Zuvor war der Reaktor an das Notstromnetz angeschlossen worden. Mit dem Netz werden die Pumpen zur Wasserkühlung des Meilers mit Strom versorgt.

12.22 Uhr: Situation bei Reaktor 6 stabil

Der Reaktorblock 6 der havarierten Atomanlage Fukushima Eins ist in einer stabilen Lage („cold shutdown“). Das berichtete am Sonntag die Nachrichtenagentur Kyodo. Bei einem sogenannten „cold shutdown“ funktioniert die Kühlung des abgeschalteten Atommeilers wieder. Die Temperatur des Kühlwassers liegt unter 100 Grad Celsius und ist damit zunächst so niedrig, dass keine Gefahr mehr droht.

10.48 Uhr: Erneut Wasser auf Reaktor 4

Der beschädigte Reaktor 4 im Kernkraftwerk Fukushima Eins ist am Sonntag erneut mit Wasser besprüht worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Zuvor hatten schon zehn Wasserwerfer der japanischen Streitkräfte und ein Fahrzeug der US-Streitkräfte den Reaktor mit großen Wassermengen zu kühlen versucht. Mit der Aktion soll der Wasserstand im Abklingbecken mit abgebrannten Kernbrennstäben erhöhet werden. Der Reaktor 4 war wegen Wartungsarbeiten schon vor dem Erdbeben abgeschaltet.

9.46 Uhr: Tepco: Reaktor Fukushima 2 hat wieder Strom

Der Block 2 des Reaktors von Fukushima hat wieder Strom. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Sonntag mit Verweis auf das Betreiberunternehmen Tepco. Das soll helfen, um die Beleuchtung und die Kühlung der dortigen Abklingbecken in Gang zu setzen. Ob die Wasserpumpen allerdings funktionieren, ist noch unklar. In Reaktor 2 gab es zuvor schwere Explosionen und Brände. Die innere Hülle des Reaktors ist beschädigt und Radioaktivität ausgetreten. Auch die Stromversorgung für die zentralen Kontrollräume des Reaktorblocks 1 sollte noch am Sonntag wieder hergestellt werden.

9.45 Uhr: 80-Jährige und Schüler aus Trümmern gerettet

Die japanischen Rettungskräfte haben am Sonntag im Katastrophengebiet eine 80-jährige Frau und einen 16 Jahre alten Jungen aus Trümmern gerettet. Wie der Fernsehsender NHK berichtete, wirkten die beiden geschwächt, hätten jedoch auf Rufe der Polizei reagiert. Die beiden wurden in Ishinomaki, in der mit am schwersten betroffenen Provinz Miyagi gefunden und ins Krankenhaus gebracht.

9.31 Uhr: Ministerpräsident Kan möglicherweise nach Fukushima

Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan wird möglicherweise die Region um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima Eins besuchen. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Sonntag nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. Nähere Angaben über den Zeitpunkt machte er nicht.

9.27 Uhr: Erneut stark verstrahlte Milch und Spinat entdeckt

Bei Milch und Spinat in Japan sind erneut stark verstrahlte Produkte registriert worden. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Sonntag nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo. Diese Lebensmittel seien aber nicht in den Verkauf gekommen, hieß es weiter. Die Regierung wolle am Montag entscheiden, ob sie eine Verordnung zu Agrarprodukten, die in der Nähe von Atomkraftwerken angebaut wurden, erlasse.

Bereits am Samstag hatte Edano erklärt, dass Spinat und Milch aus der vom Atomunfall betroffenen japanischen Provinz Fukushima verstrahlt seien. Eine akute Gesundheitsgefährdung sei aber derzeit nicht zu erwarten. Wenn ein Japaner ein Jahr lang anstelle der normalen Produkte die belastete Milch trinken und den verstrahlten Spinat essen würde, erleide er eine Strahlendosis von der Stärke einer Computertomographie, erläuterte Edano. Auch in der Provinz Ibaraki, südlich von Fukushima, sei belasteter Spinat entdeckt worden.

7.51 Uhr: Druck im Reaktor 3 stabil

Die Einsatzkräfte am havarierten Kernkraftwerk Fukushima Eins konnten den Druck in Reaktor 3 stabilisieren. Das teilte die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Betreiber Tepco am Sonntag mit. Nach diesen Informationen soll zunächst kein Druck aus dem beschädigten Reaktor abgelassen werden. Block 3 war bis Sonntagfrüh 13 Stunden lang mit Wasser beschossen worden. Die in Block 3 eingesetzten Brennelemente sind besonders gefährlich, weil es sich dabei um Plutonium-Uran-Mischoxide (MOX) handelt.

6.12 Uhr: Mehr als 20.000 Tote und Vermisste in Japan

Neun Tage nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan ist die Zahl der Toten und Vermissten auf mehr als 20.000 gestiegen. Die Polizeiführung teilte am Sonntag nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo mit, dass mindestens 8133 Menschen in den Tod gerissen wurden. 12.272 gelten offiziell als vermisst. Die Katastrophe vom 11. März ist damit das größte Unglück in der Geschichte Japans seit dem Zweiten Weltkrieg.

Es wird erwartet, dass die Zahlen weiter steigen werden. Kyodo zitierte am Sonntag einen örtlichen Polizeichef in der Präfektur Miyagi, dass allein in diesem Verwaltungsgebiet 15.000 Menschen ums Leben kamen. Zu den am schwersten betroffenen Orten gehört Minamisanriku, wo nach dem Tsunami von 9500 Bewohnern jedes Lebenszeichen fehlte.

Direkt betroffen sind insgesamt 12 der 47 Präfekturen in Japan, wie die Zeitung „Asahi Shimbun“ am Sonntag in einer vorläufigen Bilanz berichtete. Die meisten Todesopfer gab es in Miyagi. Danach folgen die Präfekturen Iwate und Fukushima. Nach unterschiedlichen Angaben sind 360.000 bis 400.000 Menschen in Notunterkünften unterbracht.

5.16: Kyodo: Steigender Druck in Reaktorblock 3

Im Anschluss an einen massiven Einsatz von Wasserwerfern am Block 3 des Atomkraftwerks Fukushima ist der Druck im Reaktorkern wieder gestiegen. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete am Sonntag unter Berufung auf die Atomsicherheitsbehörde, es würden zügig Maßnahmen eingeleitet, um den Druck zu verringern.

Zuvor war dieser Reaktor 13 Stunden lang unter Wasser gesetzt worden, um das Abklingbecken für abgebrannte Kernelemente zu füllen. Die in Block 3 verwendeten Brennelemente sind besonders gefährlich, weil es sich dabei um Plutonium-Uran-Mischoxide (MOX) handelt.

1.13 Uhr: Fukushima-Einsatzkräfte spritzen Wasser auf Reaktor 4

Die Einsatzkräfte am Krisen-Atomkraftwerk Fukushima haben am Sonntag damit begonnen, Wasser auf den schwer beschädigten Reaktor 4 zu spritzen. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. In der Außenwand des Gebäudes klaffen nach Explosionen Löcher. Obwohl der Reaktor wegen Wartungsarbeiten schon vor dem Erdbeben abgeschaltet war, sehen Experten ihn nach Block 3 als zweite große Gefahrenquelle an. Denn dort sind zahlreiche Brennelemente in einem Kühlbecken mit wenig Wasser von Überhitzung bedroht. Zuvor hatten Feuerwehrleute 13 Stunden lang Reaktor 3 mit Wasser bespritzt.

Laut Kyodo wurde das Kühlsystem im Reaktor 6 wieder in Gang gesetzt, nachdem die Stromversorgung wiederhergestellt worden war. Anschießend sei die Temperatur in einem überhitzen Kühlbecken gesunken, wie die Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Kraftwerksbetreiber Tepco weiter berichtete.

dpa