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Panorama Radiosender spendet Geld nach Tod von Kates Krankenschwester
Mehr Welt Panorama Radiosender spendet Geld nach Tod von Kates Krankenschwester
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22:20 12.12.2012
Zwei Moderatoren des australischen Radiosenders 2 Day FM hatten einen Scherzanruf in der Klinik getätigt, in der Kate wegen Schwangerschaftsübelkeit behandelt wurde. Quelle: dpa
London

Nach seinem Scherzanruf bei einer Londoner Krankenschwester will der verantwortliche Radiosender einen Fonds für die Hinterbliebenen der später gestorbenen Frau einrichten. Alle Werbeeinnahmen bis zum Ende des Jahres sollen an den Mann und die beiden Kinder im Teenageralter der Toten gehen, teilte die Muttergesellschaft des Senders, Southern Cross, am Dienstag mit. Der britische Premierminister David Cameron bezeichnete den Tod der Frau als „absolute Tragödie“ und sprach derweil offiziell von „Selbstmord“.

Zwei Moderatoren des Senders hatten sich am Telefon als Queen Elizabeth und Prinz Charles ausgegeben und sich nach dem Gesundheitszustand von Prinz Williams Frau Kate erkundigt. Die Frau stellte den Anruf zu einer Kollegin auf der Station durch, die bereitwillig Auskunft gab. Der Sender strahlte das Gespräch aus - die hereingefallenen Krankenschwestern kamen in britischen Medien in die Kritik. Die 46-Jährige wurde wenig später tot gefunden. Die Mindestsumme für den Fond des Radiosenders soll rund 400.000 Euro betragen. Das Krankenhaus will ebenfalls einen Fonds für den Witwer und die beiden Halbwaisen auflegen.

Die Suche nach den Ursachen der Tragödie ging am Dienstag in London weiter. Nach der Obduktion der Leiche sollte im Laufe der Woche eine Untersuchungskommission zusammenkommen. Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, sagte die Polizei nicht.

Die Familie der zweifachen Mutter besuchte am Montagabend das Schwesternheim in der Londoner Innenstadt, in der die Tote gefunden worden war. Im Laufe der Woche soll es einen Gedenkgottesdienst geben.

dpa/sag

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