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Panorama Radioaktives Grundwasser unter Akw in Fukushima
Mehr Welt Panorama Radioaktives Grundwasser unter Akw in Fukushima
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22:00 31.03.2011
Unter dem AKW in Fukushima ist das Grundwasser radioaktiv verseucht. Quelle: dpa
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Unter dem beschädigten Kernkraftwerk Fukushima Eins ist das Wasser nach Angaben der Betreiberfirma Tepco stark verstrahlt. In einem Entwässerungssystem beim Reaktorblock 1 wurden 10.000-fach erhöhte Werte von Jod-131 entdeckt. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag und sprach von Strahlung im Grundwasser. Wie das Wasser genau verseucht wurde, war zunächst nicht bekannt. Tepco hatte die Wahrscheinlichkeit einer Verstrahlung des Grundwassers vorher stets als gering bezeichnet.

Auch in einem Wassergraben bei Reaktorblock 2 wurde eine Strahlung von 12 Millionen Becquerel pro Kubikzentimeter gemessen. Die Atomanlage ist seit dem Erdbeben vom 11. März stark zerstört. Es gibt Lecks, durch die strahlendes Wasser aus der Anlage tritt. Auch im Meer vor den Atommeilern wurde eine hohe Radioaktivität gemessen.

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Ebenfalls am Donnerstag berichtete das Gesundheitsministerium, die Behörden hätten in Rindfleisch aus der Präfektur Fukushima eine deutlich erhöhte Strahlung gemessen. Der Wert für Cäsium habe leicht über dem Grenzwert gelegen.

dpa

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Verzweifelte Notmaßnahmen: Die japanische Regierung will die verstrahlten Trümmer der Reaktoren in Fukushima mit Kunstharz besprühen lassen - und hofft dadurch, die Radioaktivität eindämmen zu können. Ab Donnerstag soll der Kunstharz aufgetragen werden.

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In 14 von 244 getesteten Produkten haben südkoreanische Behörden geringe Spuren radioaktiver Substanzen in Lebensmitteln aus Japan entdeckt. Die gemessenen Werte in den 14 Produkten lägen jedoch weit unter der zulässigen Höchstgrenze für Cäsium und Jod, teilte die koreanische Nahrungs- und Arzneizulassungsbehörde (KFDA) in Seoul am Mittwoch mit.

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