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Panorama Prozess gegen Ernst August wird an diesem Dienstag fortgesetzt
Mehr Welt Panorama Prozess gegen Ernst August wird an diesem Dienstag fortgesetzt
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13:19 16.06.2009
Der Hotelier Josef Brunlehner (r.) und sein Anwalt Stefan Spreitzer im Landgericht Hildesheim. Quelle: Stefan Simonsen/ddp

Die Verteidiger von Ernst August warfen dem vermeintlichen Opfer Josef Brunlehner vor dem Landgericht Hildesheim Falschaussage vor über das, was sich vor neun Jahren in Kenia zugetragen hat.

Sie beantragten, Filme des ZDF und des kenianischen Fernsehens vor seiner für Dienstagvormittag anberaumten Zeugenaussage abzuspielen. Die Filme beweisen nach Ansicht der Verteidigung, dass Brunlehner gelogen und seine schweren Verletzungen nur vorgetäuscht hat.

Ernst August erschien am Dienstag nicht persönlich vor Gericht, sondern ließ sich von seinen Anwälten vertreten. Dies stieß auf heftige Kritik von Staatsanwalt Nico Elster. Es sei ein „unglaublicher Vorgang“, dass sein Fehlen von der Kammer stillschweigend geduldet werde. „Das würde man bei keinem anderen so machen“, sagte Elster.

Der 55-jährige Ernst August muss sich wegen eines Angriffs auf den deutschen Hotel- und Diskobesitzer Josef Brunlehner verantworten. In der Sache wurde Ernst August bereits 2004 zu einer Geldstrafe verurteilt, im jetzigen Berufungsverfahren sollen ihn neue Zeugen entlasten.

Der 61-jährige Brunlehner behauptet, bei dem Angriff durch Ernst August schwer verletzt worden zu sein. Er sei von einem „Todeskommando“ aus mehreren Menschen überwältigt worden, sagte Brunlehner am Montag vor Prozessbeginn. Seit dem Vorfall vor neun Jahren gibt er an, von Ernst August mit einem Schlagring verprügelt worden zu sein.

Der Adelige bestritt dies am ersten Verhandlungstag des Berufungsverfahrens vehement. Er habe noch nie einen Schlagring besessen, ließ Ernst August über seinen Verteidiger mitteilten. Er räumte ein, zwei Ohrfeigen aus Wut über die laute Musik der Diskothek Brunlehners ausgeteilt zu haben.

ddp

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