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Panorama Prinz von Anhalt will Gouverneur von Kalifornien werden
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20:27 22.04.2010
Frederic Prinz von Anhalt im Garten seiner Villa in Beverly Hills.
Frederic Prinz von Anhalt im Garten seiner Villa in Beverly Hills. Quelle: dpa
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Prinz von Anhalt will Gouverneur von Kalifornien werden: „Da bin ich ganz optimistisch“, sagt der Wahl-Kalifornier mit deutscher und amerikanischer Staatsbürgerschaft. „Es wird ein harter Kampf werden, das ist ganz klar. Aber bis zum 26. Juni habe ich alles in der Tasche“. Er schickt 46 ehrenamtliche Wahlhelfer ins Feld, die in den nächsten Wochen kreuz und quer durch den Westküstenstaat reisen und Anhänger um ihre Unterschrift bitten.

„Ich habe alle Kiffer auf meiner Seite“, sagt von Anhalt, der gerne in seinen Luxusschlitten durch Beverly Hills kutschiert und sich teure Zigarren leistet. Auch bei Schwarzen, Latinos, Studenten und Homosexuellen habe er „ein Stein im Brett“, glaubt Gabor-Ehemann Nummer Acht und verweist auf seine Wahlkampfplattform. Als Gouverneur werde er sein Versprechen halten, Marihuana und Prostitution zu legalisieren und zu besteuern, die Grenzen nach Mexico öffnen, die Homo-Ehe einführen und bereits 18-Jährigen Alkohol erlauben. „Die jungen Leute müssen im Irak und in Afghanistan schon mit 18 ihren Kopf hinhalten, dann sollen sie auch trinken dürfen“, meint der parteilose Kandidat.

Für die Republikaner sind die millionenschwere frühere Ebay-Chefin Meg Whitman und der Geschäftsmann Steve Poizner im Rennen. Auf demokratischer Seite bewirbt sich der amtierende Oberstaatsanwalt Jerry Brown für den Posten. Nach zwei Amtszeiten muss Schwarzenegger Ende des Jahres 2010 gehen. Der Prinz tritt als liberaler Unabhängiger an mit dem Motto: „Gebt Kalifornien das gute Leben zurück“. „Ich habe nicht weniger politische Erfahrung als Arnold auch“, prahlt von Anhalt, der alles besser machen möchte als sein Vorgänger. Als Erstes will der Prinz seinen exotischen Fuhrpark verkaufen, darunter seinen geliebten Rolls Royce Phantom, einen Ferrari und einen Bentley. „Ich werde ab sofort nur noch amerikanische Autos fahren, um den Kaliforniern ein Vorbild zu sein. Ich nehme die Sache hier ja ernst. Das ist für mich kein Spielchen oder eine Reality-Show“, versichert von Anhalt. Je 10 000 Schirmmützen und Ansteck-Buttons hat er mit seinem goldenen Namenszug verzieren lassen. Im Online-Shop auf der mit Fähnchen geschmückten Webseite gibt es Kissen mit einem Bild des Prinzen.

Seit Mitte Januar seien durch kleine und große Spenden bereits mehr als 1,2 Millionen Dollar in die Wahlkampfkasse geflossen, sagt von Anhalt. „Und das ist ja erst der Anfang“, prophezeit der Prinz, der bis November rund fünf Millionen Dollar veranschlagt. Um das Budget aufzubessern, habe Ehefrau Zsa Zsa zwei kostbare Diamantenketten verkauft. Einer ihrer vielen Exmännern habe dafür einst mehr als drei Millionen Dollar hingelegt, sagt von Anhalt. Die seit einem Autounfall an den Rollstuhl gefesselte Hollywood-Diva stehe voll hinter ihm. „Ich rede sie immer mit First Lady an, das findet sie einfach köstlich.“

dpa