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Panorama Prinz Ernst August erscheint zu Prozessauftakt
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19:15 05.06.2009
Ernst August Prinz von Hannover Quelle: Rainer Dröse

Der Anwalt des Prinzen in Frankfurt bestätigte dies. Das Gericht teilte in seiner Begründung zur Wiederaufnahme des Verfahrens mit, es sei wahrscheinlich, dass eine erneute Hauptverhandlung zu einer günstigeren Verurteilung führen werde.
Bei dem Streit zwischen dem Prinzen und dem Discobesitzer war es um den Lärm von dessen Betrieb auf der kenianischen Ferieninsel Lamu gegangen. Der Welfenprinz war 2004 zu einer Geldstrafe von 445 000 Euro verurteilt worden.

Der Anwalt des Prinzen, Hans Wolfgang Euler, erklärte am Freitag, der Prinz sei zuversichtlich, beweisen zu können, dass er von Anfang an die Wahrheit gesagt habe. Der Adlige habe von Anfang an öffentlich eingeräumt, dem Discobesitzer zwei Ohrfeigen verpasst zu haben, aber nicht mehr. Der Welfenprinz war wegen des Vorfalls wegen gefährlicher Körperverletzung zu der Geldstrafe verurteilt worden.

Sein damaliger Verteidiger soll den Vorfall aber nicht korrekt geschildert haben. Um eine Freiheitsstrafe zu vermeiden, hatte der frühere Anwalt im Prozess 2004 eine mit der Staatsanwaltschaft abgesprochene Erklärung abgegeben, die von seinem Mandanten nicht ausdrücklich autorisiert worden war. Demnach habe der Prinz vor der Tat erheblich getrunken und möglicherweise bei der Attacke einen Gegenstand in der Hand gehalten.

Der Prozess wird nun nach einer Zeugenaussage von Prinzessin Caroline neu aufgerollt. Ob die Frau des Welfenprinzen erneut als Zeugin vorgeladen werde, sei noch offen, sagte der Gerichtssprecher.

Anwalt Euler erklärte, im Verlauf des Wiederaufnahmeverfahrens seien Zeugenaussagen bekanntgeworden, die belegten, dass der Discobesitzer in Bezug auf seine Verletzungen „medienwirksam ein Schauspiel“ abgeliefert habe. „Offenbar hat man sich noch nicht einmal gescheut, dem Gericht gefälschte Dokumente vorzulegen“, erklärte der Anwalt weiter.

lni

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