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Panorama Priester bestreitet Vorwurf der Vergewaltigung
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10:41 31.03.2010
Bischof Franz-Josef Bode (Bild) hat den 49-Jährigen am Dienstag angezeigt, nachdem der mutmaßliche Täter die Möglichkeit zur Selbstanzeige nicht genutzt hatte.
Bischof Franz-Josef Bode (Bild) hat den 49-Jährigen am Dienstag angezeigt, nachdem der mutmaßliche Täter die Möglichkeit zur Selbstanzeige nicht genutzt hatte. Quelle: dpa (Archiv)
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Ein des Missbrauchs verdächtiger 49 Jahre alter katholischer Priester aus dem emsländischen Spelle ist nach Aussagen seines Rechtsanwalts außerstande, sich selbst anzuzeigen. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch). Laut Anwalt bestreitet der Priester den Vorwurf der Vergewaltigung. Lediglich ein „Fehlverhalten“ hat der Geistliche gegenüber dem Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode eingeräumt.

Seit Dienstag ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Priester. Er steht im Verdacht, in seiner Zeit als Jugendseelsorger in Haren von 1990 bis 1993 eine Minderjährige über Jahre vergewaltigt und sexuell missbraucht zu haben. Bischof Franz-Josef Bode hat den 49- Jährigen am Dienstag angezeigt, nachdem der mutmaßliche Täter die Möglichkeit zur Selbstanzeige nicht genutzt hatte. Die heute erwachsene Frau soll nach Recherchen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zum Tatzeitpunkt Jugendliche gewesen sein - also älter als 13 und jünger als 18 Jahre.

lni

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