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Panorama Polizei birgt Lastwagen aus Weser
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19:17 19.02.2013
Von Karl Doeleke
Ursache des Unglücks könnte nach Vermutung der Polizei der Routenvorschlag des Navigationsgeräts in dem Lastzug sein. Quelle: dpa Symbolfoto
Nienburg

Zwar wurde am Montagabend ein lebloser Körper im Führerhaus gesehen. Die Strömung hat ihn aber fortgerissen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei um die Leiche des vermissten Mannes handelt. Er war selbstständiger Spediteur und war mit seinem 20-Tonner auf dem Weg von Hamburg nach Schweringen, wo er Ladung aufnehmen wollte.
Bei dem Versuch, den Sattelschlepper des Niederländers zu bergen, sei das Führerhaus abgerissen, sagte am Dienstag Gabriela Mielke von der Polizei in Nienburg. Dabei sei ein lebloser Körper zurück ins Wasser gefallen. Auch Taucher konnten die Leiche nicht bergen. „Wir gehen aber stark davon aus, dass es sich um den Gesuchten handelt.“ Das Kennzeichen des Lkw und die Fahrgestellnummer passen zum Vermissten. „Angehörige haben Unterlagen aus dem Führerhaus eindeutig identifiziert“, sagte Polizeisprecherin Mielke. Weitere Taucheinsätze wurden gestern wegen der starken Strömung abgesagt. Jetzt hofft die Polizei, dass die Leiche vor einem Wasserkraftwerk bei Dörverden wieder auftaucht. Ein Hubschraubereinsatz war wegen der schlechten Sicht nicht möglich.
Der 56-Jährige hatte am Abend des 6. Februar zuletzt mit seiner Familie aus Lekkerkerk in der niederländischen Provinz Südholland telefoniert. Seitdem verliert sich seine Spur. Zuletzt hatte der Bordcomputer des Lkw eine Position aus Anderten im Kreis Nienburg gefunkt. Robby F. hatte versprochen, zehn Minuten später wieder zu Hause in der Nähe von Rotterdam anzurufen. Jetzt gehe es nicht, hatte der 56-Jährige noch gesagt, es sei zu dunkel. Der versprochene Rückruf kam nie und bei der Firma in Schweringen kam der 56-Jährige auch nie an.
„Warum der Lkw in die Weser gefahren ist, ist unklar“, sagte Mielke am Dienstag. Die Polizei hat aber verschiedene Theorien. Eine lautet Suizid, eine weitere, dass der Diabetiker einen Zuckerschock erlitten haben könnte. Ein dritter Erklärungsversuch hat das Navigationsgerät des Lkw zum Gegenstand, erklärt Mielke: „Gibt man die kürzeste Strecke zu der Firma ein, so leitet einen das Gerät zur Weserfähre.“ Eine Betonstraße führt direkt bis zum Fähranleger. Möglicherweise hat Robby F. in der Dunkelheit nicht erkannt, dass die Straße am Weserufer endet.
Das Wrack des Lkw liegt nach wie vor quer zur Fahrrinne in der Weser. Es war gefunden worden, weil die Besatzung einer Fähre ungewöhnliche Wasserbewegungen an das Wasser- und Schifffahrtsamt gemeldet hatte. Dort ging man zunächst davon aus, dass es sich um einen Baumstamm im Wasser handelt - ein Irrtum, wie sich herausstellte.
Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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