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Panorama Pistenspaß in Hahnenklee, Braunlage und St. Andreasberg
Mehr Welt Panorama Pistenspaß in Hahnenklee, Braunlage und St. Andreasberg
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20:45 07.01.2010
Die besten Bedingungen finden Ski- und Snowboardfahrer in den Hochlagen des Harzes, zum Beispiel in Braunlage, am Sonnenberg bei St. Andreasberg oder in Hohengeiß.
Die besten Bedingungen finden Ski- und Snowboardfahrer in den Hochlagen des Harzes, zum Beispiel in Braunlage, am Sonnenberg bei St. Andreasberg oder in Hohengeiß. Quelle: Florian Wallenwein
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Die besten Bedingungen finden Ski- und Snowboardfahrer in den Hochlagen des Harzes, zum Beispiel in Braunlage (971 Meter), am Sonnenberg bei St. Andreasberg (870 Meter) oder in Hohengeiß (1000 Meter). Wir haben einige beliebte Skigebiete für Sie getestet.

Der Schnee liegt in ausreichender Höhe, und die Straßen waren zuletzt frei. Die Abfahrten mögen weiter im Süden länger, breiter, anspruchsvoller und schöner sein. Dafür sind die Pisten im Harz mit dem Auto schon in gut 90 Minuten zu erreichen – wenn nicht Schneeverwehungen Autofahrern und Zugreisenden einen Strich durch die Rechnung machen sollten. Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee werden am Wochenende in den höheren Lagen erwartet. Spätestens wenn das möglicherweise turbulente Wetter abgeklungen ist und die Pisten präpariert sind, dürften traumhafte Bedingungen für Rodler, Skifahrer und Snowboarder herrschen. Dort, wo noch nicht alle Pisten präpariert sind, wie zum Beispiel in Hahnenklee, sollen am Wochenende alle Abfahrten geöffnet sein.

Dabei sind die Bedingungen für den alpinen Sport schon jetzt sehr gut: Laut der Internetseite des Harzer Tourismusverbandes erreicht die Schneedecke von Hahnenklee bis Bad Sachsa mindestens 30, zum Teil sogar bis zu 70 Zentimer Höhe. Die Seilbahnen und Lifte sind täglich bis in den späten Nachmittag in Betrieb, einige Skigebiete wie Hohegeiß bieten am Wochenende auch Nachtskifahren unter Flutlicht an.

In Braunlage, wo das größte Skigebiet des Harzes, der Wurmberg, liegt, findet an diesem Wochenende außerdem ein Weltcup-Skispringen der Damen von der Wurmbergschanze statt. Der sportliche Wettkampf wird von Partys mit Livemusik und DJs auf dem Parkplatz an der Talstation begleitet. In Braunlage finden Partygänger auch sonst die attraktivsten Möglichkeiten für Après-Ski mit Glühwein und Musik.

Wurmberg: Mit Anspruch

Ob Hexenritt oder Kaffeehorst – alle Skiabfahrten am Wurmberg in Braunlage sind derzeit geöffnet. Mit einem Gletscher in Südtirol ist der höchste Berg Niedersachsens – immerhin 972 Meter – natürlich nicht zu vergleichen, dennoch vermitteln die Pisten dem Abfahrtsläufer bisweilen durchaus alpine Hochgefühle. Die Abfahrt vom Gipfel bis zur Talstation erstreckt sich zum Beispiel über rund 4100 Meter und hält von der gemütlichen Slalompassage bis zur rasanten Schussfahrt alles bereit. Der Hexenritt ist für die Anspruchsvollen. Die Pisten sind bestens präpariert. Die Schneehöhe – im Schnitt 30 Zentimeter – ließ allerdings in den vergangenen Tagen etwas zu wünschen übrig. Manche Passagen waren dadurch bereits leicht vereist, sodass Rutschgefahr bestand.

An schneestarken Sonnabenden besteht die Gefahr, bis zu einer Stunde vor der Gondel an der Talstation anstehen zu müssen. Die Kabinenbahn soll zwar pro Stunde 1000 Personen auf den Gipfel befördern, doch in Stoßzeiten reicht dies bei Weitem nicht. Der Vorteil der begrenzten Beförderungskapazität liegt darin, dass es auf den Hängen vergleichsweise leer ist. Weitere Informationen unter Telefon (0 55 20) 92 37 20 oder 99 93 28. Zahl der Lifte: 1 Seilbahn, 3 Lifte Zahl der Pisten: 5 Tageskarte: 10 bis 22 Euro

St. Andreasberg: Recht kurz

Die Pisten sind nicht sehr lang, aber wer richtig anspruchsvolle Abfahrten sucht, ist am Matthias-Schmidt-Berg in St. Andreasberg genau richtig. Drei von fünf Abfahrten sind schwarz, also als schwierig eingestuft. Die Hänge sind steil, buckelig und weil sie bei der derzeitigen Wintersonne den größten Teil des Tages im Schatten liegen recht vereist. Anfänger sollten auf die mittelschwere rote und die beiden leichten Pisten ausweichen. Diese liegen ab mittags in der Sonne, der Schnee ist weich. Anfänger werden besonders auch zu schätzen wissen, dass alle Pisten am Matthias-Schmidt-Berg breiter als in den meisten anderen Skigebieten im Harz sind. Das ist auch deshalb von Vorteil, weil die Mehrzahl der Fahrer die schwarzen Pisten meiden.

Die vielen Aufstiegsmöglichkeiten verkürzen die Wartezeit an den Liften, dennoch bleibt das Gefühl nicht aus, dass man viel Zeit in der Schlange steht. Das liegt daran, dass die Abfahrten doch sehr kurz sind und die meisten Wintersportler den Aufstieg zu den drei leichteren Pisten suchen. Weitere Informationen unter Telefon: (0 55 82) 2 65. Zahl der Lifte: 2 Sessel-, 3 Schlepplifte Zahl der Pisten: 6 Tageskarte: 11 bis 17 Euro

Hahnenklee: Für Gemütliche

Schon die Fahrt mit der Gondel auf den 726 Meter hohen Bocksberg in Hahnenklee ist etwas für Genießer: Während des Aufstiegs bleibt genug Zeit, die schöne Aussicht zu genießen. Oben angekommen hat man derzeit die Auswahl aus drei Pisten aller Schwierigkeitsgrade. Die schwere Schauinsland- (600 Meter) und die mittelschwere Wilddieb-Abfahrt (1000 Meter) waren trotz 40 Zentimeter Schnee leider gesperrt. Die mittelschwere Hexen- und die leichte Krähennest-Piste (beide 1500 Meter lang) sind aber bestens präpariert und kaum vereist. Letztere wird künstlich beschneit, sodass sich auf dem griffigen Untergrund hervorragend ins Tal wedeln lässt. Aber auch die anspruchsvollere Hexen-Abfahrt bietet derzeit eine hervorragende Schneedecke, nur der steilere Beginn der Piste ist etwas eisig.

Am Ende der langen Abfahrten muss man die Bretter abschnallen und an der Seilbahn mitunter eine halbe Stunde warten. Das ist lästig. Wer aber Zeit mitbringt und auf der Piste keine Kilometer fressen will, ist hier für einen Skitag bestens aufgehoben. Weitere Informationen unter Telefon (0 52 35) 25 76. Zahl der Lifte: 1 Gondel, 2 Schlepplifte Zahl der Pisten: 5 Tageskarte: 13 bis 22 Euro

Der Harzer Tourismusverband (HTV) informiert täglich aktuell im Internet über die Schneehöhen und Pistenbedingungen in den Skigebieten des Mittelgebirges. Unter www.harzinfo.de/wetter/winter.php sind aufgeschlüsselt nach den Orten die Temperatur, Schneehöhe und -qualität sowie die geöffneten Pisten und Lifte aufgelistet. Auf der Internetseite des HTV finden sich auch Hinweise zu Anfahrt und Unterkünften. Einige Hotelzimmer und Ferienwohnungen sind am Wochenende noch frei.

von Karl Doeleke, 
Heinrich Thies und 
Florian Wallenwein (Fotos)