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Panorama „Budweiser“ heißt ab jetzt „America“
Mehr Welt Panorama „Budweiser“ heißt ab jetzt „America“
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22:49 11.05.2016
Übergangsweise umbenannt: Mit „America“ lässt sich der US-Wahlkampf wenigstens schöntrinken. Quelle: dpa
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St. Louis

Statt eines Bezuges auf die böhmische Braukunst aus Budweis soll vom 23. Mai an „America“ in der markentypischen Schnörkelschrift auf den Flaschen und Dosen zu lesen sein. Bis zum Ende des US-Wahlkampfs im November können die Amerikaner dann in der Kneipe statt eines Bieres gleich einen ganzen Kontinent bestellen. Oder bei einer Polizei-Kontrolle einfach angeben: „Kein Problem, ich hatte nur fünf Amerika.“ Oder vor dem Einkauf für die nächste Party sagen: „Ich bringe noch einen Sixpack Amerika mit.“

Laut Anheuser-Busch soll die Umbenennung Konsumenten dazu inspirieren, „die gemeinsam von Budweiser und Amerika geteilten Werte von Freiheit und Authentizität zu feiern“. Patriotismus in Dosen sozusagen. Dazu lässt die Brauerei, die zu einem multinationalen Konzern mit Sitz im wenig amerikanischen Belgien gehört, Text-Ausschnitte der nationalen Hymnen „The Star Spangled Banner“ sowie „America the Beautiful“ auf die Etiketten drucken.

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Doch wie schmeckt denn nun dieses fünfprozentige Amerika, das laut Präsidentschaftskandidat Donald Trump endlich wieder größer werden muss? Bitter? Im Falle der Light-Version vielleicht auch ein wenig wässrig-schaumig mit kurzem Abgang? Oder ist der Geschmack egal, und „America“ ist einfach nur dazu gedacht, dass der so dreckige US-Wahlkampf nach dem reichlichen Konsum wenigstens ein bisschen schöner wird? Und die aufgekratzten Wähler aus beiden Lagern ein bisschen entspannter?

Das wäre dann wirklich mal ein ganz neuer Dreh für eine Marketing-Kampagne. Darauf könnten sich sowohl Demokraten als auch Republikaner im heißen Wahl-Sommer noch ein Gläschen genehmigen.

Auf Amerika!

Von Lena Modrow

11.05.2016
11.05.2016
11.05.2016
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