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Panorama Osnabrück spendiert nach dem großen Regen eine Sperrmüllabfuhr
Mehr Welt Panorama Osnabrück spendiert nach dem großen Regen eine Sperrmüllabfuhr
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19:15 29.08.2010
Das Aufräumen nach dem großen Regen hat begonnen. Quelle: dpa
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Nach dem Jahrhundertregen mit heftigen Überschwemmungen in Niedersachsen hat sich die Lage in den betroffenen Gebieten entspannt. Lediglich an der Grenze zu den Niederlanden in der Region Nordhorn gab es für die Rettungskräfte am Sonntagnachmittag noch kein Aufatmen. Entlang des Flusses Vechte, aber auch vor den Schaufenstern der Geschäfte in der Innenstadt wurden Sandsäcke aufgeschichtet, unermüdlich pumpte die Feuerwehr überflutete Straßen leer.

„Von Entspannung kann man hier noch nicht reden“, sagte ein Sprecher der Nordhorner Feuerwehr. Dort stand nach wie vor die Innenstadt unter Wasser. Die Lage habe sich zwar etwas beruhigt, aber weiterhin seien die Pegelstände konstant hoch. In dem Gebiet wirkten sich insbesondere die Zuflüsse aus dem nördlichen Nordrhein-Westfalen aus, hieß es beim niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Zuflüsse aus Nordrhein-Westfalen und der Region Schaumburg sorgten auch für einen Anstieg der Weser und einiger ihrer Nebenflüsse, unter anderem der Aller, erklärte Stephan Bellin von der NLWKN-Betriebsstelle in Hannover-Hildesheim. Dramatisch sei die Lage dort am Wochenende aber nicht gewesen. „Wegen der vorangegangenen Schönwetterperiode lagen die Pegel auf einem relativ niedrigen Ausgangsniveau“, sagte Bellin.

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In den vom Hochwasser betroffenen Gebieten schauten die Einsatzkräfte am Sonntag auch mit einem bangen Blick nach oben. „Weitere Niederschläge könnten die Situation schnell wieder verschärfen“, sagte Achim Stolz vom NLWKN. Die Wetterdienste sagten für den Abend im Westen erneut lang anhaltenden Regen voraus – so viel wie in den vergangenen Tagen sollte es aber nicht mehr werden.

Unterdessen wurde im Großraum Osnabrück und im Emsland damit begonnen, das Chaos zu beseitigen. „Das große Aufräumen hat begonnen“, sagte ein Polizeisprecher. Offizielle Angaben zur Schadenshöhe gab es noch nicht. „Das wird wohl in die Millionen gehen“, sagte im noch stärker betroffenen angrenzenden Westfalen der Sprecher der Bezirksregierung Münster, Matthias Schmied.

In Georgsmarienhütte bei Osnabrück stapelten die Bürger aufgeweichte Möbel vor ihren Häusern, in Osnabrück versprach Oberbürgermeister Boris Pistorius allen Betroffenen eine kostenlose Sperrmüllabfuhr. Dort hatte die Stadt am Sonnabendabend den Katastrophenalarm aufgehoben, nachdem sich die Lage deutlich entspannt hatte. Nach wie vor waren aber Straßen wegen Unterspülungen gesperrt. Der Landkreis Osnabrück empfahl am Sonntag den Bewohnern der Gemeinden Bad Laer, Bad Iburg, Bad Rothenfelde, Hilter und Glandorf, wegen der überflutenten Brunnen vorsorglich das Trinkwasser abzukochen.

Auch in Westfalen entspannte sich die Lage überall. „Das Wasser ist zurückgegangen, die Feuerwehr nicht mehr im Einsatz“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Ahaus. Die Stadt war besonders schlimm von den Regenfällen betroffen. Im münsterländischen Gronau normalisierte sich die Situation ebenfalls. Am Sonntag waren die Helfer auch dort mit Aufräumen beschäftigt.

Regentief „Cathleen“ hatte seit Donnerstag in vielen Teilen Deutschlands für Chaos gesorgt. Das Unwetter bescherte Niedersachsen Regenrekorde. Laut Meteomedia fiel in Osnabrück innerhalb eines Tages viermal so viel Regen wie sonst im ganzen Monat. Der Starkregen mit Wassermengen von teilweise mehr als 50 Millimetern pro Quadratmeter ging außer über dem Osnabrücker Land unter anderem über dem Großraum Hannover, dem Kreis Schaumburg und dem nordwestlichen Harzvorland nieder.

Im Landkreis Schaumburg hatte sich die Lage nach den Überflutungen unter anderem in der Innenstadt von Stadthagen bereits am Sonnabend beruhigt. Alle Straßensperrungen wurden aufgehoben, die letzten Keller wurden am Sonnabendvormittag ausgepumpt.

Katharina Grimpe, Gabriele Schulte und Sigrun Stock

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