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Panorama Offenbar Deutsche von "Hansa Stavanger" auf Land verschleppt
Mehr Welt Panorama Offenbar Deutsche von "Hansa Stavanger" auf Land verschleppt
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14:14 19.07.2009
Von dem gekaperten deutschen Frachter "Hansa Stavanger" sind offenbar drei der fünf deutschen Geiseln auf das somalische Festland verschleppt worden. Quelle: Dietmar Hasenpusch/ddp
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Nach Informationen von "Spiegel Online" handelt es sich dabei um zwei 19-jährige Auszubildende und einen nautischen Offizier. Auch ein russischer Offizier sei nach Somalia gebracht worden, berichtete das Portal unter Berufung auf Mitteilungen von einem der Deutschen auf dem Anfang April entführten Frachter.

Den Angaben zufolge spielt sich auf dem Frachter ein "Verhandlungspoker" zwischen den Piraten und der Reederei des Frachters, Leonhardt & Blumberg, über Lösegeldforderungen ab. Die Piraten würden nach drei gescheiterten Verhandlungsrunden "immer nervöser" und erhöhten den Druck auf die Hamburger Reederei. Die Mitteilungen seien per Satellitentelefon und Email von dem Frachter abgesetzt worden. Sie gelten für die deutschen Behörden jedoch als schwer einschätzbar, weil Piraten immer wieder Schreckensmeldungen verbreiten, um den Druck ihrer Forderungen zu erhöhen.

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Der Krisenstab der Bundesregierung schließt laut "Spiegel Online" jedoch nicht aus, dass die Piraten tatsächlich Deutsche an Land gebracht haben. Unter den Experten des Bundeskriminalamts (BKA) regte sich demnach auch Kritik an der harten Verhandlungstaktik der Reederei. Ein ranghoher Sicherheitsexperte sagte dem Portal, abseits der vielen Schwierigkeiten bei den Verhandlungen mit den Piraten agiere der Firmenchef Frank Leonhardt "sehr hartleibig".

Die Ehefrau des Kapitäns des entführten Frachters erhebt schwere Vorwürfe gegen Leonhardt & Blumberg. "Es liegt in der Hand der Reederei, die Geiselnahme zu beenden", sagte sie dem "Spiegel". Sie werde die Reederei wegen unterlassener Hilfeleistung anzeigen. Das Unternehmen feilsche extrem hart um das Lösegeld und bewege sich nicht mehr.

Die "Hansa Stavanger" war am 4. April entführt worden. Neben dem deutschen Kapitän und vier deutschen Offizieren gerieten dabei 19 weitere Besatzungsmitglieder in die Hände der Piraten. Die Bundesregierung hatte Medienberichten zufolge ursprünglich geplant, den Frachter durch 200 GSG-9-Elitepolizisten gewaltsam zu befreien, das Vorhaben aber wegen zu hoher Risiken aufgegeben.

afp