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Panorama Öl-Teppich im Golf von Mexiko breitet sich aus
Mehr Welt Panorama Öl-Teppich im Golf von Mexiko breitet sich aus
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13:14 26.04.2010
Die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ war nach einer schweren Explosion vor der Küste des US-Staates Louisiana in Brand geraten und schließlich im Meer versunken.
Die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ war nach einer schweren Explosion vor der Küste des US-Staates Louisiana in Brand geraten und schließlich im Meer versunken. Quelle: dpa
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Das berichtet die Zeitung „Houston Chronicle“ am Montag. Täglich sollen in etwa 1500 Metern Tiefe schätzungsweise 140 Tonnen Öl ins Meer fließen.

Starker Wind und hohe Wellen störten die Versuche, eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Schiffe, die das Öl aufsaugen sollten, mussten am Sonntag wegen des schweren Seegangs im Hafen von Venice in Louisiana bleiben. Das stürmische Wetter halte aber auch den Öl-Teppich von der Küste weg. Meteorologen hoffen, dass sich das Öl in den nächsten Tagen nicht weiter als bis etwa 50 Kilometer dem Festland nähert.

Das Öl soll an zwei Stellen austreten: am letzten Bohrloch der versunkenen Plattform und aus einem Leck in einer Rohrverbindung, die zu dem Bohrloch führt. Der britische Ölkonzern BP hatte gehofft, dass ein automatisches Ventil-Verschlusssystem einen Ölaustritt verhindern würde. Doch das scheint nicht geklappt zu haben. Ein Unterwasser- Roboter sollte das System aktivieren, berichtete der Sender CNN. Noch ist auch nicht klar, ob der Einsatz des ferngesteuerten Mini-U-Boots Erfolg hatte.

BP-Experten wollten nach Angaben des „Houston Chronicle“ zudem versuchen, eine kuppelartige Konstruktion über das Bohrloch zu stülpen. Das austretende Öl könnte dann in einen Tank an der Meeresoberfläche geleitet werden. Insgesamt sind 1000 Helfer im Einsatz.

Die Bohrinsel „Deepwater Horizon“, die BP vom Unternehmen Transocean geleast hat, war am vergangenen Dienstag nach einer schweren Explosion in Brand geraten und am Donnerstag im Meer versunken. An Bord waren zum Zeitpunkt des Untergangs auch schätzungsweise 2100 Tonnen Diesel zum Antrieb der Maschinen. Elf der mehr als 120 Arbeiter sind vermisst. Die Suche nach ihnen wurde eingestellt.

dpa