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Panorama Öffentlichkeit bei Amoklauf-Prozess ausgeschlossen
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10:19 22.04.2010
Der wegen versuchten Mordes angeklagte Amokläufer Georg R. (vorn rechts) steht im Langericht in Ansbach vor Prozessbeginn neben seinem Anwalt Bernd Hönicka (l.).
Der wegen versuchten Mordes angeklagte Amokläufer Georg R. (vorn rechts) steht im Langericht in Ansbach vor Prozessbeginn neben seinem Anwalt Bernd Hönicka (l.). Quelle: dpa
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Der Ausschluss der Öffentlichkeit im Ansbacher Prozess nach dem Amoklauf eines Schülers sei „zum Schutz des Angeklagten und der wegen ihm sonst drohenden Nachteile für seine persönliche und soziale Entwicklung geboten“, begründete Richter Bernd Rösch am Donnerstag im Landgericht Ansbach in Bayern die Entscheidung der Jugendkammer.

Dem 19-Jährigen, dem Gutachter eine psychische Krankheit bescheinigen, drohe sonst eine Bloßstellung mit gravierenden Folgen. Zuschauer und Medien mussten den Saal nach der Verlesung der Anklage verlassen. Erst das Urteil dürfen sie wieder mitverfolgen.

Der damalige Abiturient Georg R. war im September 2009 mit Brandsätzen und einem Beil bewaffnet in das Ansbacher Gymnasium Carolinum gestürmt. Nachdem er die Molotowcocktails in ein Klassenzimmer geworfen hatte, ging er mit der Axt auf die flüchtenden Schüler los und verletzte eine 15-Jährige lebensgefährlich am Kopf. Insgesamt wurden 15 Menschen verletzt. Polizisten stoppten den Amokläufer mit Schüssen.

Der Prozess hatte am Morgen unter großem Andrang von Zuschauern und Medienvertretern begonnen. Der Staatsanwalt warf dem bei der Tat 18-Jährigen in seiner Anklage unter anderem versuchten Mord in 47 Fällen vor.

dpa

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