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Panorama Landkreise enttäuscht von Flüchtlingsgipfel
Mehr Welt Panorama Landkreise enttäuscht von Flüchtlingsgipfel
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10:29 06.11.2015
Der Präsident des Niedersächsischen Landkreistags Klaus Wiswe kritisiert die Ergebnisse des Flüchtlingsgipfels.
Der Präsident des Niedersächsischen Landkreistags Klaus Wiswe kritisiert die Ergebnisse des Flüchtlingsgipfels. Quelle: dpa
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Hannover

Der Niedersächsische Landkreistag hat enttäuscht auf die Ergebnisse des Koalitionsgipfels zur Flüchtlingsfrage reagiert. "Wir brauchen eine sofortige wirksame Begrenzung für die Menschen, die aus den Krisenländern des Nahen und Mittleren Ostens kommen", sagte am Freitag der Präsident des Gremiums, der Celler Landrat Klaus Wiswe (CDU). "Gelingt das nicht, müssen wir noch bis Weihnachten 50.000 zusätzliche Plätze in Niedersachsen bereitstellen." Richtig sei es, den Familiennachzug für zwei Jahre auszusetzen. Die Spitzen der großen Koalition hatten sich am Donnerstag nach wochenlangem Streit auf ein umfassendes Paket zur Bewältigung des massiven Flüchtlingsandrangs geeinigt. Die Verfahren sollen insgesamt beschleunigt werden. Um dies zu erreichen, sollen unter anderem zentrale Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge mit geringen Bleibechancen an drei bis fünf Standorten in Deutschland entstehen, wo die Verfahren höchstens drei Wochen dauern sollen. Ein möglicher Ort dafür könne auch Bad Fallingbostel werden, hatte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag angekündigt. Dort ist in einer ehemaligen britischen Kaserne innerhalb weniger Wochen die größte Notunterkunft für Flüchtlinge in Niedersachsen entstanden.

dpa

06.11.2015
06.11.2015
06.11.2015