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Panorama Niedersächsische Hochzeitsvorbereitungen für Kate und William
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11:47 20.03.2011
Quelle: dpa

In den roten Telefonzellen-Regalen stehen endlich die Teetassen, ein paar Kundinnen hatten schon danach gefragt. „Britannia“ ist ein kleiner Laden in der Innenstadt von Hannover, Maria-Verena Kobylanski verkauft dort hauptsächlich kulinarische Spezialitäten von der Insel. Aus London hat sie jetzt ein Sammelsurium mitgebracht, um auch in Hannover die britische Hochzeitsvorfreude anzukurbeln: Verschnörkelte, feine Porzellantassen mit gold-rosa Bordüre und blaue Kaffeebecher mit dem Union Jack, der britischen Flagge. Alle ziert ein Konterfei von Kate und William und das von vielen mit Spannung erwartete Datum: der 29. April.

„London ist voll davon. Die Briten sind verrückt nach Tassen, Kühlschrankmagneten, Briefbeschwerern, Postkarten oder Caps mit dem Brautpaar“, sagt die Geschäftsfrau. Jetzt hat auch sie ihr Schaufenster entsprechend dekoriert. Königshäuser sind ihr Faible. In der eigenen Wohnzimmer-Vitrine steht noch eine Tasse von 1981 mit Prince Charles und Diana. „Viele Frauen interessieren sich dafür. Das finden doch schon kleine Mädchen toll, mit den Kleidern“, meint sie.

In ihrem Lädchen plant sie für den Hochzeitstag eine besondere Feier: „Zur Trauung werde ich Sekt ausschenken und englische Gurkensandwichs anbieten.“ Vor dem Shop wird das Londontaxi „Emily“ stehen, das sonst in der Stadt Hochzeitspaare zur Kirche chauffiert. Alle Einnahmen des Tages sollen Kinderhilfsprojekten zugute kommen. Fahrer Michael Twardawsky ist stolz, dass „Emily“ zur Handvoll der handgefertigten „Black Cabs“ gehört, die in Deutschland fahren.

„Very british“ will auch die Hannoversch-Britische Gesellschaft die Hochzeitsfeier verbringen. Zu einem „Royal Wedding-Brunch“ hat die zweite Vorsitzende, Hildegard Schröder-Hohensee, geladen: „Die Damen sollen ruhig mit Hut kommen“, sagt sie. Die Hochzeit wird auf Leinwand übertragen.

Seit 1984 pflegt die Hannoversch-Britische Gesellschaft die gemeinsamen Beziehungen. „Durch die Geschichte sind wir mit Großbritannien ja schon seit mehr als 300 Jahren eng verbunden“, sagt Schröder-Hohensee. Nachdem 1701 in England Katholiken von der Thronfolge ausgeschlossen wurden, galt die protestantische Kurfürstin Sophie von Hannover als Thronanwärterin. Als sie aber 1714 starb, bestieg ihr Sohn Georg Ludwig als erster Welfe den Thron von Großbritannien und Irland. 1727 starb er bei einem Besuch bei seinem Bruder im Osnabrücker Schloss. Die Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover währte mehr als 120 Jahre.

Auch die jüngere Geschichte verbindet Niedersachsen und Großbritannien: Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Nordwesten Deutschlands von den Briten besetzt. Osnabrück war zeitweise größte britische Garnison außerhalb des eigenen Landes mit bis zu 10.000 Soldaten. 2009 zogen dort die letzten Truppen ab. In den mehr als 60 Jahren sind enge Freundschaften zwischen Briten und Osnabrückern entstanden.

John Lindie blieb nach seinem Militärdienst in den 1960er Jahren in Osnabrück. Er ist in der Wohltätigkeitsorganisation Royal British Legion aktiv und spielt in der Band „Pipes & Drums“ mit Schottenrock und Dudelsack. Zur Hochzeit von Kate und William plant die Band aber kein besonderen Auftritt.

John Lindie wäre auch gar nicht in der Stadt: In den Osterferien wollte er seinem 17-jährigen Enkel Robert Hunt ursprünglich Schottland zeigen, doch doch nun haben die beiden ihren Plan geändert: In London wollen sie dem Brautpaar vor dem Buckingham Palace zuwinken und bei der Straßenparty mitfeiern. „Mein Enkel war noch nie in London, und ein solches Ereignis kommt nicht oft im Leben.“

dpa

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