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Panorama Niedersachsen warnt mit Gefahrenatlas vor Horrorstrecken
Mehr Welt Panorama Niedersachsen warnt mit Gefahrenatlas vor Horrorstrecken
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21:12 14.01.2013
Von Saskia Döhner
Das Land Niedersachsen will Autofahrer vor Strecken warnen, auf denen viele oder schwere Unfälle passieren. Dafür gibt es seit Montag den Gefahrenatlas. Quelle: dpa
Hannover

Leichter Schneefall und Glätte haben am Montagnachmittag auf der Autobahn 1 zwischen Bremen und Osnabrück alles durcheinander gebracht. Autos gerieten ins Rutschen, kippten um oder blockierten die Fahrbahn. In die Unfälle waren insgesamt elf Fahrzeuge, darunter fünf Lastwagen, verwickelt, drei Personen wurden verletzt.

Noch wenige Stunden zuvor hatte Innenminister Uwe Schünemann (CDU) gesagt, dass Autobahnen eigentlich die sichersten Straßen seien. Deutlich mehr Unfälle gebe es auf Landstraßen. Jedenfalls bei normaler Witterung. Besonders unfallträchtige Strecken in Niedersachsen werden seit Montag in einem sogenannten Gefahrenatlas aufgeführt. Die immer wieder aktualisierte Karte im Internet soll Fahrer vor Straßen mit vielen schweren Unfällen warnen, aber auch Kommunen Hinweise darauf geben, an welchen Stellen sie Geschwindigkeitskontrollen durchführen sollten.

Überhöhte Geschwindigkeit ist nach Angaben von Prof. Bernhard Friedrich von der Technischen Universität Braunschweig immer noch eine der Hauptunfallursachen. Auffällig sei, dass nach einer Fahrbahnsanierung beispielsweise auch die Zahl der Unfälle steige. 70 Prozent der Unfälle mit Toten oder Schwerverletzten ereignen sich auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften. Bei jedem dritten Unfall ist ein Baum mit im Spiel.

„Manche Fahrer denken, sie müssen das Tempolimit einhalten, um der Polizei oder den Behörden einen Gefallen zu tun“, sagte Wolfgang Schulz, Präsident der Landesverkehrswacht, „dabei geht es um ihre eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer.“

Die Verkehrswacht hat den Gefahrenatlas zusammen mit dem Innenministerium entwickelt. Laut Schünemann sind die Karten Teil der Initiative 2020, die zum Ziel hat, die Zahl der schweren Unfälle um ein Drittel zu reduzieren. 2011 war die Zahl der tödlichen Unfälle erstmals seit Jahren wieder angestiegen. Im vergangenen Jahr sank die Zahl jedoch um zehn Prozent auf 485. Auch bei den Schwerverletzten gab es einen leichten Rückgang, allerdings nur um ein Prozent auf 6249. „Das ist die richtige Richtung,“ sagte Schünemann, „den Anstieg von 2011 haben wir durchbrochen.“

Der Atlas soll auch gezielt in Fahrschulen eingesetzt werden, um Fahranfänger aufzuklären. Bis Ende März sollen auch die mobilen Radargeräte in den Onlinekarten aufgeführt werden. Das Land prüft noch, ob die Software auch mit Navigationsgeräten verknüpft werden könnte.

Welche Strecken in Niedersachsen besonders gefährlich sind, wollte das Innenministerium nicht mitteilen. Seit Langem gilt die viel befahrene Bundesstraße 73 zwischen Stade und Cuxhaven als „Todesstrecke“. „Hier passieren immer noch viele Unfälle“, hieß es gestern vonseiten des Ministeriums. Durch drastische Aktionen wie etwa das Aufstellen von weißen Holzkreuzen für jeden Verkehrstoten konnte jedoch die Zahl der Unfälle zurückgefahren werden.

Die Vorwürfe sind ungeheuerlich, aber noch fehlen die Beweise. Behinderte der Diakonie Himmelsthür in Hildesheim sollen sich prostitutiert haben, um ihr karges Taschengeld aufzubessern. Die Staatsanwaltschaft hat noch keine Erkenntnisse, ob daran wirklich etwas dran ist.

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