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Panorama „Niedersachsen kann man schmecken“
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00:16 04.06.2016
„Was die Luft in Spanien und Italien kann, das kann unsere hier im Norden schon lange“: Niedersachsens Hersteller geben sich selbstbewusst. Quelle: Archiv
Hannover

Der würzige Kaffeeduft mischt sich mit den Aromen von Honig, Käse und frisch gebackenem Kuchen: Ministerpräsident Stephan Weil hat gestern in Hannover 48 „Kulinarische Botschafter“ aus ganz Niedersachsen für ihre Qualität ausgezeichnet - und sich bei der Gelegenheit durch das Sortiment vom Ainpöckischen Bier über gekräuterten Kamm bis zur Ziegenfrischkäsepyramide geschlemmt.

„Was die Luft in Spanien und Italien kann, das kann unsere hier im Norden schon lange“, behauptet Marc Sauels von der Norderneyer Schinken GmbH. Sein neuestes Produkt, der Seeluftschinken mit Pfeffer, ist einer der Sieger des Wettbewerbs. „Es ist schön, dass hier Qualität, Regionalität, aber auch ausgefallene Ideen ausgezeichnet werden.“ Welches Produkt Sauels im nächsten Jahr eventuell ins Rennen schickt, weiß er auch schon: „Wir haben gerade einen Rotwein-Schinken ins Sortiment aufgenommen.“

In diesem Jahr durften sich 41 regionale Hersteller aus 21 niedersächsischen Landkreisen über eine Urkunde freuen. „Wir wollen mit unserem Wettbewerb die hervorragende Qualität und Vielfalt unserer heimischen Lebensmittel wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken“, sagte Christian Schmidt, Geschäftsführer der niedersächsischen Marketinggesellschaft, die den Wettbewerb 2010 ins Leben gerufen hat. Viele Verbraucher wüssten leider nicht mehr, dass vor ihrer Haustür Lebensmittel hergestellt werden, die internationalen Spezialitäten mindestens ebenbürtig sind. „Niedersachsen kann man schmecken“, sagte er.

Davon zeugt auch die hohe Zahl der Bewerbungen: 177 Hersteller wollten die Jury von der Qualität ihrer Produkte überzeugen. Allein daran könne man erkennen, wie viel Niedersachsen im Bereich Lebensmittel zu bieten hat, sagte Weil. Die Hauptbestandteile müssen so weit möglich aus Niedersachsen stammen, und die Lebensmittel müssen hier hergestellt sein.

Bei der Kaffeerösterei 60 Grad stammen zwar die Zutaten nicht aus der Region, dennoch wurden sie bereits zum siebten Mal in Folge prämiert. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr ihr Kaffee „Auszeit“. Überzeugt hat die Jury wohl nicht nur der Geschmack des Kaffees, sondern auch, dass das Produkt noch von den Mitarbeitern von Hand geröstet wird. „Die Auszeichnung bestätigt, dass wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind“, sagt Inhaber Theodor Künzel. Botschafter zu sein bedeute auch, eine erstrebenswerte Philosophie in die Welt zu tragen und zur Selbstverständlichkeit zu machen.

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