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Panorama Neue Radarfalle auf A2 blitzt erst nächste Woche
Mehr Welt Panorama Neue Radarfalle auf A2 blitzt erst nächste Woche
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19:34 30.11.2011
Der Landkreis Helmstedt rechnet mit etwa zwei Millionen Euro Einnahmen pro Jahr durch die Radarfalle. Quelle: dpa
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Helmstedt

Die erste der neuen umstrittenen Blitzanlagen entlang der Autobahn 2 ist am Mittwoch nicht wie beabsichtigt in Betrieb gegangen. Obwohl der zuständige Dezernent des Landkreises Helmstedt den Betrieb am Mittwochmorgen auf Anfrage zunächst bestätigt hatte, blieben die Autofahrer von den Geschwindigkeitsmessungen bei Essehof noch verschont. Grund waren "ein paar Unstimmigkeiten" bei einer Überprüfung des Eichamtes, wie ein Sprecher des Landkreises sagte. Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) hatte wie angekündigt Warnschilder vor der Radarfalle aufstellen lassen.

Die Schilder in 500 und 100 Meter Entfernung zur Anlage waren am Mittwoch zunächst in Richtung Fahrbahn geklappt und damit für die Autofahrer sichtbar gemacht worden, sie wurden später aber wieder an die Seite geklappt. Die Teilabnahme der Blitzanlage in Richtung Berlin soll nach Auskunft des Landkreises nun am kommenden Montag erfolgen. Die Blitzgeräte in Richtung Hannover würden in drei bis vier Wochen angeschaltet werden. Das Tempolimit ist an der Stelle wegen der elektronischen Verkehrsführung variabel.

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Der Landkreis Helmstedt rechnet mit etwa zwei Millionen Euro Einnahmen pro Jahr durch die Radarfalle. "Wir wollen nicht abzocken, wie es uns vorgeworfen wird, sondern die Verkehrssicherheit erhöhen", sagte der Dezernent Wolfgang Herzog. Der Verkehrsminister hatte im Oktober bekannt gegeben, nicht nur vor der Radarfalle des Landkreises Helmstedt, sonder auch vor den geplanten Anlagen der Landkreise Peine und Gifhorn Warnschilder aufstellen zu lassen. "Autofahrer sollen nicht befürchten müssen, dass auf den Brücken überall Blitzer stehen könnten", hatte Bode damals gesagt. Spontanes Abbremsen und anschließendes Beschleunigen sei für den Verkehrsfluss nicht förderlich.

Im Kreis Peine soll ein weiteres Gerät laut "Braunschweiger Zeitung" bis zum 8. Dezember angeschaltet werden. Gifhorns Kreistag will dem Blatt zufolge bis Weihnachten entscheiden, ob am Anschluss Braunschweig-Hafen geblitzt wird.

dpa/dapd