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Panorama Nahe der Columbine High School: Ein Toter nach Schüssen an Schule
Mehr Welt Panorama Nahe der Columbine High School: Ein Toter nach Schüssen an Schule
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09:42 08.05.2019
Ein Polizist schützt Schüler, die aus einem Bus steigen, um ihre Eltern zu treffen. Quelle: David Zalubowski/AP/dpa
Highlands Ranch

Ein 18-jähriger Schüler ist durch Schüsse an einer Schule im US-Bundesstaat Colorado getötet worden. Acht weitere Schüler wurden verletzt, mehrere von ihnen schwebten in Lebensgefahr, wie das Büro des Sheriffs in Douglas County am Dienstag mitteilte.

Die beiden mutmaßlichen Täter seien festgenommen worden. Sie seien selbst Schüler an der betroffenen Schule in Highlands Ranch südlich von Denver. Die Verletzten seien 15 Jahre und älter. Einer der mutmaßlichen Täter sei ein Jugendlicher, der andere sei bereits volljährig.

Die betroffene Schule ist nur knapp neun Kilometer Luftlinie von der Columbine Highschool in Littleton entfernt, wo sich im vergangenen Monat ein Schulmassaker zum 20. Mal jährte. Am 20. April 1999 hatten an der Columbine Highschool zwei bewaffnete Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen, anschließend töteten sie sich selbst. 24 Menschen wurden verletzt.

Columbine High School liegt nicht weit entfernt

Die Schule in Highlands Ranch umfasst einen Kindergarten sowie die Klassen eins bis zwölf und wird von rund 1800 Schülern besucht. Eine Polizeisprecherin sagte, die Polizei sei alarmiert worden, nachdem kurz vor 14 Uhr (Ortszeit/22 Uhr MESZ) in den mittleren Klassen Schüsse gefallen seien. Eine Polizeidienststelle befinde sich in unmittelbarer Nähe der Schule. Sheriff Tony Spurlock sagte, Polizisten seien innerhalb von zwei Minuten an der Schule gewesen.

Auf die Frage, ob die mutmaßlichen Täter bereits zuvor aufgefallen seien, sagte der Sheriff: „Wir hatten sie auf keinem Radar.“ Bei allen Verletzten handele es sich um Schüler. Lehrer oder anderes Schulpersonal seien nicht betroffen. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an. Spurlock sagte: „Das ist ein furchtbares Ereignis.“ In den USA kommt es immer wieder zu Angriffen in Schulen - auch wegen der laxen Waffengesetze. Schusswaffen sind leicht zu beschaffen.

Augenzeugen berichten von dramatischen Szenen

Der 15-jährige Chris Elledge sagte, ihr Lehrer hätte ihnen gesagt, sich hinter der Einrichtung des Raums zu verstecken, wo sie blieben bis die Polizei eintraf. „Sie stürmten in den Raum, fragten, ob es Verdächtige im Raum gebe und ob es uns gut gehe, und begleiteten uns dann durch den Haupteingang aus dem Gebäude“, berichtete Elledge.

Die Einsatzkräfte durchsuchten die Räume der Schule und stellten mindestens eine Pistole sicher. Weitere Angaben zu Waffen machte die Polizei nicht. Wagen von Feuerwehr, Rettungskräften und der Polizei standen vor der Schule. Auf einem Feld in der Nähe landete ein Rettungshubschrauber. Die Polizei sagte, sie habe gegen 13.50 Uhr (Ortszeit) auf einen Notruf aus der Schule reagiert. Als die Beamten kurze Zeit später ankamen, hätten sie noch Schüsse gehört. Eine Polizeiwache liegt in der Nähe der Schule

Präsident Trump lässt sich informieren

Das Weiße Haus teilte mit, man bete für die Betroffenen des Angriffs. Präsident Donald Trump sei über den Vorfall informiert worden. „Tragischerweise kennen diese und die umgebenden Gemeinden diese hasserfüllten und furchtbaren Gewalttaten nur zu gut.“

Vor dem Jahrestag des Columbine-Schulmassakers im vergangenen Monat waren aus Angst vor einem möglichen Angriff einer verdächtigen 18-Jährigen die Columbine Highschool und zahlreiche andere Schulen im Großraum Denver geschlossen worden. Die Verdächtige wurde später tot aufgefunden. Sie war vor dem Jahrestag von Miami nach Colorado gereist und hatte sich nach der Ankunft eine Schusswaffe und Munition gekauft. Die Polizei hatte fieberhaft nach der 18-Jährigen gesucht, die vom FBI als „bewaffnet und gefährlich“ eingestuft worden war.

Erst vor einer Woche hatte ein Bewaffneter zwei Studenten an einer Universität in North Carolina getötet und vier verletzt.

Von RND/dpa/ap

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