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Panorama 18-Jährige nach Serie von Vorfällen verurteilt
Mehr Welt Panorama 18-Jährige nach Serie von Vorfällen verurteilt
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18:31 08.12.2016
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Celle

Eine 18-Jährige aus Hambühren ist wegen Diebstahls von Autokennzeichen, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und wegen Sachbeschädigung verurteilt worden. Vom Vorwurf einer weiteren Sachbeschädigung in ihrem Heimatort sprach das Amtsgericht Celle sie am Donnerstag frei, wie ein Sprecher mitteilte. Es sei ein Freizeitarrest von einem Wochenende verhängt worden. Außerdem sei die Weisung erteilt worden, 40 Arbeitsstunden zu leisten.

Das Gericht hatte nur einen Verhandlungstag angesetzt. Die Staatsanwaltschaft in Celle ermittelt in mehr als 100 weiteren Fällen gegen die 18-Jährige, wie ein Sprecher sagte.

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Das Amtsgericht hatte ein psychologisches Gutachten in Auftrag gegeben, um die Schuldfähigkeit der jungen Frau zu klären. Zu dem Ergebnis wollte der Sprecher keine Angaben machen. Verhandelt wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Inszenierte Entführung sorgte für Aufsehen

Die junge Frau hatte mit ihrer angeblichen Entführung Ende November auch überregional für Schlagzeilen gesorgt. Der Fall entpuppte sich als Inszenierung des angeblichen Opfers. Die Behörden ermitteln deshalb wegen Vortäuschens einer Straftat.

Das war womöglich nur der spektakulärste Fall einer langen Reihe von Delikten. Insgesamt soll die junge Frau rund 150 Straftaten begangen und so den ganzen Ort gegen sich aufgebracht haben. Vor diesem Hintergrund war nach der angeblichen Entführung spekuliert worden, dass die 18-Jährige möglicherweise Opfer von Selbstjustiz geworden sein könnte.

Zu Jahresbeginn soll die damals noch 17-Jährige mit den Straftaten begonnen haben. Sogar eine „Bürgerpatrouille" wurde in Hambühren vorübergehend ins Leben gerufen, um mit Streifengängen weiteren möglichen Taten vorzubeugen.

dpa

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