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Panorama Nach Hasspostings: „Fridays for Hubraum“-Gruppe ist wieder online
Mehr Welt Panorama Nach Hasspostings: „Fridays for Hubraum“-Gruppe ist wieder online
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15:21 27.09.2019
Morddrohungen, Hass, harte Beleidigungen: In der Facebook-Gruppe "Fridays for Hubraum" fand man zahlreiche geschmacklose Kommentare, die in erster Linie gegen Greta Thunberg gingen.
Münster

Unter dem Namen „Fridays for Hubraum“ haben Autoliebhaber auf Facebook eine Gegenbewegung zu Greta Thunbergs Fridays for Future gegründet. Die Gruppe zählte wenige Tage nach dem Start bereits knapp 400.000 Mitglieder – und wurde dann in der Nacht zum Donnerstag wieder geschlossen. Grund dafür waren zahlreiche Hassbotschaften, die teilweise Morddrohungen gegen Thunberg und rechtsradikale Parolen enthielten, über die das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet hatte.

Jetzt ist die Gruppe wieder online. Auf ihrer Startseite weisen die Administratoren explizit auf Verhaltensregeln hin. Unter anderem distanziert sich die Gruppe dort von jeglicher politischer Gesinnung und kündigt an, Beleidigungen ohne zu zögern ahnden zu wollen. Beiträge und Kommentare von Mitgliedern würden vor der Veröffentlichung von den Administratoren überprüft.

Gründer von „Fridays for Hubraum“ verteidigt Greta Thunberg

Ursprünglich wollten sich die Gruppengründer nach eigenen Angaben nur für eine Alternative zu den Zielen von Fridays for Future einsetzen. Die Hubraum-Gruppe stehe „für eine alternative, vernünftige CO₂-Vermeidungspolitik und eine vernünftige Umweltpolitik“, sagte einer der Gründer mit dem Facebook-Namen Chris Grau in einem Video. „Friday for Hubraum“ sei keine Bewegung von Leugnern des Klimawandels. Angefangen habe eigentlich alles als Spaß.

Nach den zahlreichen Kommentaren hatte Grau die Gruppe am Mittwochabend zunächst geschlossen und sich von den Hassbotschaften deutlich distanziert. „Mit rechter Hetze wollen wir nichts zu tun haben, das geht gar nicht“, sagte Grau in der Videobotschaft. Auch Thunberg nahm er darin in Schutz: „Lasst bitte dieses Mädchen einfach in Ruhe“, sagte er und verwies auf das Alter der Schwedin.

Jetzt ist die Gruppe wieder online – hoffentlich ohne Hass.

Lesen Sie auch: Hass gegen Fridays for Future: Warum die Jugend sowieso gewinnen wird

RND/mat/dpa

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