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Panorama NASA-Sonden in Richtung Mond unterwegs
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08:55 19.06.2009
Quelle: afp

Mit der Mission sollen mögliche Wasservorräte auf dem Mond aufgespürt und eine mögliche neue bemannte Mission zum Mond bis 2020 vorbereitet werden.

Die Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) genannte Sonde trennte sich nach dem Start planmäßig von der Rakete und sollte Richtung Mond weiterfliegen, den sie ein Jahr lang umkreisen und kartografieren soll.

Die Sonde mit dem Namen Lunar Crater Observing and Sensing Satellite (LCROSS) soll verbunden mit der oberen Centaur-Stufe der Atlas-Rakete zunächst in großer Entfernung Erde und Mond umkreisen. Im Oktober dann wird sich LCROSS von der Raketenstufe trennen. Mit der enormen Geschwindigkeit von 9000 Stundenkilometern wird die Pkw-große Raketenstufe in einem Mondkrater einschlagen und eine Staubwolke von zehn Kilometern Höhe aufwirbeln. LCROSS durchfliegt die Wolke, sendet Messdaten über mögliche Wasserteilchen und andere Bestandteile zur Erde - und stürzt sich dann selbst in den Krater. Eine zweite Staubfontäne türmt sich auf, sie soll über Teleskope von der Erde aus untersucht werden.

Die bislang erforschten Regionen des Mondes sind trockener als jede Wüste auf der Erde. Sonnenstrahlen würden Wasser dort sofort verdampfen lassen. Die NASA-Experten richten ihren Blick deshalb auf Extremregionen, die noch nie zuvor ein Mensch gesehen hat: Die Mondsonden sollen die Tiefen gigantischer Mondkrater erforschen, in die möglicherweise seit Milliarden Jahren kein Sonnenstrahl mehr gedrungen ist. In der Eiseskälte dieser so genannten Permanenten Schattenregionen (PSR) könnte sich gefrorenes Wasser erhalten haben, das etwa durch Kometen auf den Mond gelangt sein könnte.

Egal, ob die Sonden fündig werden oder nicht: Die NASA verspricht, dass die LCROSS-Schwestersonde LRO die Mondoberfläche mit beispielloser Präzision fotografieren soll. Ziel ist es, einen idealen Landeplatz für eine bemannte Mission zu finden. So will die NASA die Beinahe-Katastrophe des ersten Mondflugs 1969 vermeiden:
Um ein Haar wäre die Apollo-11-Mission damals in einem Krater mit gefährlichen Felsbrocken niedergegangen. Neil Armstrong und Edwin Aldrin konnten gerade noch umsteuern, bei der knappen Landung neben dem Krater reichten die Treibstoffvorräte nur noch für 30 Sekunden Flug.

afp

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