Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Mindestens zwei Tote bei Untergang einer Fähre
Mehr Welt Panorama Mindestens zwei Tote bei Untergang einer Fähre
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:11 06.09.2009
Die „Superferry 9“ ist vor der Südküste der Philippinen in Seenot geraten und dann gesunken. Quelle: afp (Archiv)
Anzeige

Beim Untergang einer Fähre vor der Südküste der Philippinen sind am Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Behördenangaben zufolge konnten während einer fünfstündigen Rettungsaktion die meisten der 847 Passagiere gerettet werden. Über die genaue Zahl der Opfer und die Unglücksursache herrschte zunächst Unklarheit.

Der Verteidigungsminister der Philippinen, Gilberto Teodoro, sagte dem örtlichen Radiosender DZMM, es seien „etwa 800“ Passagiere gerettet worden, bevor die „Superferry 9“ sank. Teodoro zufolge lagen den Behörden zunächst Angaben über zwei Todesopfer vor, unter ihnen ein Kind. Bei der Rettungsaktion seien vier Schiffe der Marine im Einsatz, die von zwei zivilen Schiffe und mehreren Fischerboote unterstützt würden.

Anzeige

Die Fähre war vor der Westküste der philippinischen Halbinsel Zamboanga bei schwerem Seegang in Schieflage geraten und hatte um 04.00 Uhr Ortszeit (Samstag 22.00 Uhr MESZ) ein Notsignal abgesetzt. Später forderte der Kapitän die Passagiere auf, die Fähre zu verlassen, wie der Vize-Präsident der Fährgesellschaft WG&A sagte. Behördenangaben zufolge sprangen mehrere Menschen aus Panik ins Wasser, als die Fähre in Schieflage geriet. Die 117 Besatzungmitglieder hatten zunächst noch versucht, die Fähre zu stabilisieren.

Der regionale Chef der Küstenwache sagte, noch sei die Unglücksursache unklar. Momentan würde der Rettung der Passagiere Priorität eingeräumt. Die Fähre befand sich auf dem Weg von der Stadt General Santos im Süden des Landes nach Iloilo. Der vor der Nordost-Küste der Philippinen wütende Tropensturm Dujuan verursacht in der ganzen Region heftige Winde und hohe Wellen.

Fähren sind ein viel benutztes Verkehrsmittel in dem Inselstaat mit 92 Millionen Einwohnern. Vor allem während der Taifun-Saison in der Jahresmitte kommt es dort häufig zu Unfällen. Beim schwersten Unglück in der Geschichte der zivilen Schifffahrt waren 1987 südlich er Hauptstadt Manila mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen, als eine Fähre mit einem Tanker zusammenstieß.

afp