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Panorama Mindestens neun Tote bei Überschwemmungen in Tschechien
Mehr Welt Panorama Mindestens neun Tote bei Überschwemmungen in Tschechien
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15:53 25.06.2009
Bei den seit Tagen anhaltenden heftigen Regenfälle sind in Tschechien neun Menschen ums Leben gekommen. In weiten Teilen Niederösterreichs (Foto) erreichten die Hochwasserpegel den höchsten Stand seit Jahren. Quelle: Dieter Nagl/afp

Außerdem mussten hunderte ihre Häuser verlassen. In Bayern gingen die Pegel der Flüsse allmählich wieder zurück, in Österreich waren tausende Feuerwehrleute und Soldaten an Aufräumarbeiten beteiligt.

Im tschechischen Jesenik-nad-Odru wurden laut Feuerwehr mehrere Häuser von den Fluten weggerissen. Mehrere Dörfer seien von der Außenwelt abgeschnitten, berichtete ein Feuerwehrsprecher, hunderte Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Aus einem Gebäude konnten rund 20 Menschen noch rechtzeitig gerettet werden. Wegen der Überschwemmungen waren Bahnstrecken teilweise unbefahrbar, rund 2000 Menschen waren von der Gasversorgung abgeschnitten. Nach Angaben der Behörden starben in der zu Mähren gehörenden Region Novy Jicin mindestens neun Menschen, fünf von ihnen ertranken in den Hochwasserfluten.

Die Lage in der Region sei „unter Kontrolle“, sagte Tschechiens Regierungschef Jan Fischer bei einer Krisensitzung des Kabinetts in Prag. Nach seinen Angaben stiegen die Wasserpegel nicht weiter an. Laut dem tschechischen Wetterdienst werden die heftigen Regengüsse aber voraussichtlich in den nächsten Tagen andauern.

Auch in Polen wurden nach heftigen Niederschlägen in der Nacht zu Donnerstag weiter zahlreiche Felder, Straßen und Keller überschwemmt. In der Region Krakau mussten etwa 50 Familien evakuiert werden, in Niederschlesien wurden mehrere Dörfer überflutet, nachdem ein Fluss über die Ufer getreten war. Im Süden des Landes standen nach Behördenangaben etwa 900 Hektar Land unter Wasser. In der Nähe der rumänischen Hauptstadt Bukarest wurden vier Menschen bei einem Blitzeinschlag in einen Baum verletzt, unter den sie sich vor einem heftigen Sturm geflüchtet hatten.

In Bayern zeichnete sich nach den ausgiebigen Regenfällen der vergangenen Tage eine allmähliche Entspannung der Hochwasserlage ab. Angesichts des nachlassenden Dauerregens in der Nacht zum Donnerstag gingen die Pegelstände vielerorts zurück, wie der Hochwasserlagedienst des Bayerischen Landesamtes für Umwelt in München mitteilte. So sanken die Fluten der Donau bei Passau bis zum Donnerstagvormittag auf rund 7,40 Meter, nachdem sie am späten Mittwochabend mit etwa acht Metern ihren Höchststand erreicht hatten. Durch den Starkregen vor allem in Oberbayern waren in der ersten Wochenhälfte einzelne Straßen überspült und Äcker überschwemmt worden.

Auch in den Hochwassergebieten in Österreich beruhigte sich die Lage. Nach Berichten der österreichischen Nachrichtenagentur APA beteiligten sich in den betroffenen Bundesländern tausende Feuerwehrleute und Soldaten an den Aufräumarbeiten, pumpten Keller aus und machten Straßen frei. In der Steiermark waren laut APA die meisten Straßen wieder passierbar, die Niederschläge hörten in der Nacht auf. Im Osten des Landes wurde noch keine Entwarnung gegeben. Im Burgenland sei die Lage an den Flüssen in einigen Bereichen noch kritisch, meldete APA unter Berufung auf Behördenangaben. Hunderte Sandsäcke wurden gefüllt, um Häuser vor den Wassermassen zu schützen. In Niederösterreich verstärkte das Militär seine Einsatzkräfte in den Hochwassergebieten.

afp

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