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Panorama Mindestens 41 Kleinkinder bei Krippenbrand in Mexiko getötet
Mehr Welt Panorama Mindestens 41 Kleinkinder bei Krippenbrand in Mexiko getötet
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21:10 07.06.2009
Angehörige der Ofer weinen um ihre Kinder. Quelle: Ronaldo Schemidt/afp
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Die Zahl der Opfer des Brandes in Hermosillo im Nordwesten drohte am Sonntag weiter zu steigen, weil viele Kinder noch in Lebensgefahr schwebten. Verzweifelte Eltern suchten in Kliniken nach ihren durch Brandwunden oft kaum zu erkennenden Kindern, andere Mütter und Väter trugen ihre toten Kinder zu Grabe.

In den Krankenhäusern rangen die Ärzte um das Leben von 22 Kindern, die bei dem Brand in der staatlichen Kinderkrippe ABC am Freitag verletzt wurden. Zwölf von ihnen seien in einem „sehr schlimmen Zustand“, sagte Raymundo Lopez, Gesundheitsminister des Bundesstaates Sonora: „Wir haben hier einen kleinen Jungen, der hirntot ist und nicht transportiert werden kann.“ Einige Kinder wurden in den Bundesstaat Jalisco gebracht, wo sie von Experten behandelt werden sollten.

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Verzweifelte Eltern suchten derweil in den Krankenhäusern noch nach ihren Kindern, was sich als schwierig herausstellte: „Es gibt Kinder hier in der Klinik, die derart schwere Verbrennungen haben, dass es für ihre Eltern unmöglich ist, sie zu identifizieren“, sagte ein Arzt an einer Kinderklinik in Hermosillo. Auch viele der Kinder, die durch das Feuer starben, waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Nach Behördenangaben kamen die meisten der Kinder durch Rauchvergiftung ums Leben. Andere starben in den Trümmern, als das Dach der Kinderkrippe einstürzte. Die meisten Opfer waren jünger als zwei Jahre. Zum Zeitpunkt des Brandes waren 142 Kinder in der Einrichtung.

Unterdessen wurde die Frage immer lauter, ob die Katastrophe nicht hätte verhindert werden können. Medienberichten zufolge hatte die in einem Arbeiterviertel von Hermosillo gelegene Krippe keine Notausgänge, das Gebäude wurde als nicht besonders stabil beschrieben.

Die Brandursache war zunächst ungeklärt. Ein Wachmann sagte, das Feuer habe von einem nahegelegenen Lager übergegriffen, in dem Regierungsdokumente verwahrt worden seien. Anderen Berichten zufolge könnte der Brand auch in einem benachbarten Reifenhandel ausgebrochen sein, was die Betreiber aber zurückwiesen. Mexikos Präsident Felipe Calderón, der eine Reise in den Urlaubsort Cancun abbrach und nach Hermosillo reiste, versicherte, die Staatsanwaltschaft werde unverzüglich Ermittlungen einleiten.

Augenzeugen zufolge versuchten die Anwohner sofort, Kinder in Sicherheit zu bringen - lange, bevor die Feuerwehr eintraf. In einer Wand der Krippe waren Löcher zu sehen. Hier hatte ein Mann seinen Laster in die Wand gerammt, um Kinder zu retten.

afp