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Panorama Mindestens 14 Tote bei Explosion von Tankwaggon
Mehr Welt Panorama Mindestens 14 Tote bei Explosion von Tankwaggon
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16:08 30.06.2009
Feuer-Inferno: 14 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, dutzende wurden verletzt. Quelle: AFP

Nach Angaben des Zivilschutzes wurden in der Nacht zu Dienstag dutzende Menschen verletzt, als vor dem Bahnhof ein Güterzug entgleiste und einer der Waggons explodierte. Unglücksursache war nach ersten Untersuchungen offenbar ein Achsenbruch.

Die Explosion hinterließ im Bahnhofsviertel von Viareggio ein Bild der Verwüstung: Zerfressen von den Flammen lagen fünf der 14 Waggons des Güterzugs im teilweise deformierten Gleisbett. Von zwei kleineren Wohngebäuden nahe des Bahnhofs blieb nur noch ein Trümmerhaufen übrig. Mehr als 300 Feuerwehrleute aus verschiedenen Regionen mussten bei den Rettungsarbeiten in Viareggio nordwestlich von Pisa helfen. In der angrenzenden Region Lucca wurde der Ausnahmezustand erklärt.

Nach Angaben der Behörden war der Güterzug gegen Mitternacht vor dem Bahnhof im Zentrum der Stadt entgleist. Aus einem Tankwaggon lief daraufhin Flüssiggas in die anliegenden Häuser, das dann explodierte. Den Angaben zufolge gab es drei Detonationen. Bei den 14 Todesopfern, darunter zwei Kinder, handelt es sich um Bewohner der eingestürzten Häuser sowie um Passanten. 34 Menschen wurden laut Zivilschutz zum Teil schwer verletzt. Das Zugunglück ist das schwerste in Italien seit Januar 2005, als beim Zusammenstoß von zwei Zügen in der Nähe von Bologna 17 Menschen getötet und etwa 60 weitere verletzt wurden.

„Es lagen Leichen von Menschen auf der Straße, die durch die Explosion aus ihren Häusern geschleudert wurden oder flüchten wollten“, sagte der Chef des Zivilschutzes, Roberto Galli. „Alles hat gebrannt.“

Zeugen berichteten der italienischen Nachrichtenagentur ANSA, wie sich eine Frau auf ihrem Motorroller auf den Boden warf, um ihre brennende Kleidung zu löschen. „Ich habe die Explosion gehört und bin raus auf die Straße. Da stand ich direkt in den Flammen, und vor mir auf dem Boden lag eine verkohlte Leiche“, sagte ein Mitarbeiter einer Pharmafirma ANSA. Die Fahrer des Zuges konnten sich retten, obwohl bereits Gas ins Führerhaus eingedrungen war. „Wir sind am Leben, das ist ein Wunder“, sagte einer der Zugführer.

Laut ANSA ergaben erste Untersuchungen, dass eine Achse des ersten Waggons gebrochen war. Menschliches Versagen schloss ein Mitarbeiter der Bahngesellschaft als Unglücksursache aus. Ein hochrangiger Vertreter des Verkehrsministeriums sagte im Rundfunk, es müsse geprüft werden, ob die derzeit alle sechs bis sieben Jahre vorgeschriebene technische Kontrolle von Waggons ausreiche. Regierungschef Silvio Berlusconi wollte sich zum Unglücksort begeben. Papst Benedikt XVI. sprach den Bewohnern in einem Telegramm sein Mitgefühl aus.

afp

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