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Panorama Messerstiche an Schule: Jugendliche nach Operation außer Lebensgefahr
Mehr Welt Panorama Messerstiche an Schule: Jugendliche nach Operation außer Lebensgefahr
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08:50 01.06.2021
Der Blick auf das Gelände eines Schulzentrums in Finnentrop im Kreis Olpe, wo drei Jugendliche durch Stiche verletzt wurden.
Der Blick auf das Gelände eines Schulzentrums in Finnentrop im Kreis Olpe, wo drei Jugendliche durch Stiche verletzt wurden. Quelle: Markus Klümper/dpa
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Finnentrop

Zwei Schüler einer Gesamtschule im Sauerland, die durch Stiche schwer verletzt worden waren, schweben nicht mehr in Lebensgefahr. Beide seien operiert worden, sagte ein Sprecher der Polizei im Kreis Olpe am Dienstag. „Es sieht derzeit so aus, dass die zwei Schüler außer Lebensgefahr sind“. Am Montagmittag waren an einer Gesamtschule in Finnentrop drei Schüler durch Stiche verletzt worden, zwei davon lebensgefährlich. Tatverdächtig sind nach ersten Erkenntnissen zwei weitere Schüler. Die Hintergründe sind unklar.

Alle fünf Personen seien männlich und zwischen 16 und 17 Jahre alt, sagte der Polizeisprecher. Die beiden Tatverdächtigen waren vorläufig festgenommen worden. Ob sie sich zu dem Vorfall geäußert haben, war zunächst unbekannt. Vermutlich war ein Messer die Tatwaffe. Eine Mordkommission ermittelt. Die Polizei verwies für weitere Angaben an die zuständige Staatsanwaltschaft Siegen.

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Schock und Hilfsangebote für Mitschüler

Nach der gewaltsamen Auseinandersetzung auf dem Schulhof mit drei verletzten Schülern steht die Gesamtschule in Finnentrop im Sauerland unter Schock. „Dieser Vorfall hat uns alle tief erschüttert und für Verunsicherung gesorgt“, schrieb der Schulleiter auf der Homepage. Im Schulbetrieb am Dienstag werde man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Schülern, Schülerinnen und Lehrkräften werde Unterstützung angeboten, um das Erlebte aufzuarbeiten. Schulsozialarbeiter und ein Beratungslehrer stehen laut Schulleitung für Gespräche bereit. Im Laufe des Vormittags sollten drei Mitarbeiter des schulpsychologischen Dienstes des Kreises Olpe hinzukommen.

Die Leitung der Bigge-Lenne Gesamtschule betonte, es handele sich um „eine Einzeltat, die nicht vorhersehbar war und die in der noch jungen Geschichte unserer Schule beispiellos ist.“ An der Schule habe jegliche Form von Gewalt keinen Platz. „Sie ist ein friedlicher Ort des Lernens, ein Ort, an dem sich jeder wohlfühlen kann.“ Man werde die Ermittlungen der Staatswaltschaft Siegen nach Kräften unterstützen, um die Hintergründe aufzuklären.

RND/dpa

Der Artikel "Messerstiche an Schule: Jugendliche nach Operation außer Lebensgefahr" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.