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Panorama Meisterschaft im Kartoffelausgraben
Mehr Welt Panorama Meisterschaft im Kartoffelausgraben
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19:15 13.09.2009
Im Mittelpunkt des Wettkampfes: Wer kriegt die meisten Kartoffeln? Quelle: Rainer Dröse (Archiv)
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Bereits zum neunten Mal findet der Wettbewerb auf dem Hof von Bauer Poppe statt. Gewonnen hat, wer in 60 Sekunden die meisten Kartoffeln ausgräbt. Dabei können Teams und Einzelpersonen an den Start gehen. Diesmal war der Wettbewerb sogar europaweit ausgeschrieben. Doch lediglich ein „Buddler“ aus der Schweiz reiste an. Georges Schneuwly war 2007 Schweizer Meister im „Kartoffelauskriegen“. Zwar werde er für diesen Titel von vielen Freunden und Bekannten belächelt, für ihn sei es aber ein Hobby wie jedes andere auch. Bei seinem ersten Durchlauf schafft er nur zehn Kilogramm Kartoffeln und ist enttäuscht: „Die Knollen sitzen dieses Jahr viel tiefer als sonst.“ 15 Kilogramm könne sonst jeder leicht schaffen. Schneuwly gehört in diesem Jahr zum Team „Fischblase“, die ihren Titel als Deutsche Meister seit 2004 verteidigen.

Auch diesmal gelang es dem „Fischblase“-Team den Titel mit zusammen 53,5 Kilo zu verteidigen. In der Altersgruppe 16 bis 60 Jahre wurde der 59 Jahre alte Hans Hinz aus Waffensen Deutscher Meister. Der Schweizer Schneuwly musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Von der geringen europäischen Resonanz ist Gastgeber Hermann Poppe nicht enttäuscht: „Das muss sich erst einmal entwickeln.“ Seinen Acker stelle er für den Wettbewerb immer gerne zur Verfügung. Und wenn in „seinem“ Team, den „Mistböcken“, Not am Mann ist, müsse der Landwirt schon mal selber tief in die Erde greifen. Er sei beim „Kartoffelauskriegen“ aber nicht so erfolgreich. „Ich glaub’, ich bin noch nie über zehn Kilogramm hinaus gekommen“, sagt Poppe.

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Zu der Veranstaltung gehört auch ein Hoffest, auf dem die etwa 1000 Zuschauer und Gäste mit Blasmusik bei Laune gehalten werden. Am Ende des Tages dürfe jeder seine ergatterten Kartoffeln behalten, sagt Poppe. Dass diese viel besser schmecken, als die Gekauften, weiß der fünfjährige Hannes aus Bremervörde. Er hat 650 Kilogramm Kartoffeln ausgegraben und freut sich nicht nur über das leckere Essen, sondern auch über seine schwarzen Hände. Das Dreckigwerden sei für ihn das Beste am Wettbewerb.

lni