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Panorama Aggressive „Terror-Eule“ ist eingefangen
Mehr Welt Panorama Aggressive „Terror-Eule“ ist eingefangen
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13:46 14.03.2015
Ein aggressiver Uhu ist in der niederländischen Stadt Purmerend eingefangen worden, wo er ein Jahr lang Bürger attackierte.
Ein aggressiver Uhu ist in der niederländischen Stadt Purmerend eingefangen worden, wo er ein Jahr lang Bürger attackierte. Quelle: dpa/Symbolbild
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Purmerend

Nachdem die Bürger ein Jahr lang in Angst und Schrecken vor einem aggressiven Uhu lebten, ist die "Terror-Eule" nun vorerst hinter Schloss und Riegel, wie die Behörden bekanntgaben. Der Vogel wird verdächtigt, mehr als 50 Angriffe auf Menschen geflogen zu haben. Dabei kam das Tier lautlos von oben und hinterließ dann viele seiner Opfer blutig und zerschrammt. Ein Jogger musste mit sechs Kopfwunden genäht werden.

"Die Angriffe wurden schlimmer", teilte der Stadtrat von Purmerend nördlich von Amsterdam am Freitagabend in einer Erklärung mit. "Viele Menschen hatten Angst, ihr Haus zu verlassen." Angesichts der von dem Uhu ausgehenden Gefahr wurden die Bürger angewiesen, sich mit Regenschirmen zu wappnen, wenn sie nach draußen gingen.

Ein neues Zuhause wird gesucht

Da der Uhu zu den geschützten Tierarten zählt, konnte die Stadt nicht sofort gegen den von den Bewohnern "Terror-Eule" genannten Vogel vorgehen. Angesichts der Bedrohung aus der Luft wurde aber letztlich eine Einfanggenehmigung erteilt. Das Tier sei bei guter Gesundheit und befinde sich "in einer temporären Einrichtung", teilte der Stadtrat von Purmerend mit. Derzeit werde nach einem "angemessenen dauerhaften Zuhause" gesucht.

Eulen-Experten rätseln derweil über das Verhalten des gewalttätigen Uhus. Derartige Angriffe sind demnach ungewöhnlich. Der Vogel sei entweder in Gefangenschaft aufgezogen worden und bringe Menschen mit Nahrung in Verbindung oder hatte angesichts des Beginns der Brutzeit erhöhte Hormonwerte, hieß es. Stadtratsmitglied Mario Hegger erklärte, die Gefangennahme mit gemischten Gefühlen zu sehen: "Einerseits will man so ein wunderbares Tier natürlich lieber in Ruhe lassen, aber andererseits konnte es so nicht weitergehen, wir mussten handeln."

afp

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