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Panorama Das sind die beliebtesten Vornamen 2015
Mehr Welt Panorama Das sind die beliebtesten Vornamen 2015
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07:46 31.03.2016
Bei den Vornamen für ihre neugeborenen Kinder zeigen sich Eltern in Deutschland eher konservativ. Quelle: dpa/Symbolfoto
Wiesbaden

Ben - wer sonst? Oder doch Maximilian? Wenn es um beliebte Vornamen geht, kann die Verwirrung schnell groß werden. Wer als werdender Papa mal schnell nachschauen will, wie beliebt der auserkorene Name für den Filius ist, kann schnell daneben liegen.

Denn: Es gibt nicht die EINE Liste - es gibt gleich mehrere. Weil in Deutschland keine amtliche Namensstatistik erhoben wird, übernehmen das andere - mal mehr, mal weniger aufwändig. Die Folge: Extreme Schwankungen in den Listen - und extreme Verunsicherung bei manch werdenden Eltern.

Spitzenreiter Ben oder Spitzenreiter Maximilian?

Vielleicht am nähesten dran an der Realität dürften die Daten der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS). Seit 2004 werden die Daten der GfdS im "Statistischen Jahrbuch Deutschland" veröffentlicht. Die GfdS interpretiert das als "quasi-amtlich" – und dürfte damit nicht falsch liegen.

Für das Jahr 2015 hat die GfdS, die seit fast 40 Jahren ihre Hitliste erstellt, eine breite Daten-Basis geschaffen. Insgesamt knapp 940.000 Namenseintragungen wurden bundesweit von 650 Standesämtern übermittelt. Laut GfDS wurden damit über 90 Prozent aller im vergangenen Jahr vergebenen Vornamen erfasst.

Zum Vergleich: Der Ahrensburger Namensforscher Knud Bielefeld hat für seine, bereits Ende 2015 vorgestellte Vornamens-Statistik, die Daten von knapp 180.000 Geburtsmeldungen ausgewertet. Seine Spitzenreiter für das Jahr 2015 sind übrigens Mia und Ben. In der GfdS-Auswerung für das Jahr 2015 verfehlen beide Namen dagegen das Treppchen deutlich.

Muhammed in den Top 50

Darüber hinaus haben die Wiesbadener Forscher eine weitere Vertiefung der Untersuchung unternommen: Da viele Eltern ihren Kindern auch einen zweiten oder mehrere Vornamen geben, hat die GfdS unterschiedliche Listen erstellt. Gezählt werden zum einen alle bei den Standesämtern angegebenen Namen, also bei einem Kind mit mehreren Vornamen alle Nennungen. Daneben listet die Gesellschaft für deutsche Sprache auch den jeweils als ersten aufgeführten Namen auf (hier gehts zur ausführlichen Auswertung). Außerdem haben die Sprachforscher auch türkisch-arabische Vornamen eigens aufgeführt und mit der Häufigkeit im Herkunftsland verglichen. Bemerkenswert: Muhammed, der in der Türkei gerade noch die Top10 erreicht, ist in Deutschland der beliebteste "Migrantenvorname". In der Gesamtliste aller Vornamen landet er auf dem 41. Platz.

Wer als werdender Vater nun verunsichert ist, weil der angepeilte Name für Sohn oder Tochter weit verbreitet ist, der muss die Statistiken einordnen. Denn: Insgesamt wurden knapp 60.000 (!) verschiedene Namen laut GfdS bei den Standesämtern gemeldet - von insgesamt 940.000 Namenseintragungen. Der Trend zu möglichst eigenständigen Namen, den Forscher schon seit Jahren in Deutschland beobachten, hält also weiter an.

Konkret heißt das aber auch: Ein Top-Ten-Name ist heutzutage längst nicht so verbreitet, wie das etwa in den 70er oder 80er Jahren (Stefan, Andreas usw.) war. Tatsächlich ist es so, dass "Maximilian" im Jahr 2015 die Top-Position bei den Jungen mit gerade einmal 1,52 Prozent - bezogen auf alle Vornamensmeldungen - hält.

zys/mit dpa

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