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Panorama Massenkarambolage mit Dutzenden Fahrzeugen auf A1
Mehr Welt Panorama Massenkarambolage mit Dutzenden Fahrzeugen auf A1
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19:49 20.01.2012
Foto: Auf der A1 bei Cloppenburg ist es am Freitag zu einem Massenunfall gekommen.
Auf der A1 bei Cloppenburg ist es am Freitag zu einem Massenunfall gekommen. Quelle: dpa
Cloppenburg

Völlig zerstörte Wagen blockieren ineinander verkeilt die Autobahn: Bei einer Massenkarambolage auf der A1 bei Cloppenburg sind am Freitag 13 Menschen verletzt worden, zwei davon schwer.

Die Lage gestaltete sich für die Retter zunächst sehr unübersichtlich: In ersten Berichten der Polizei war von 50 beteiligten Fahrzeugen die Rede gewesen. Nachdem die Einsatzkräfte sich vor Ort ein genaues Bild der Lage gemacht hatten, stellte sich heraus, dass doch nur etwa 30 Fahrzeuge in die Unfallserie verwickelt waren. Darunter waren auch Laster. Mehrere Menschen waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. „Man kann sagen, dass sich ein sehr chaotisches Bild abgezeichnet hat“, sagte Polizeisprecher Mathias Kutzner. „Wir haben alles, was wir alarmieren konnten, hergeschickt.“

Zur Unfallursache hieß es, die tiefstehende Sonne habe einige Fahrer geblendet. Außerdem sei die Straße nach einem Graupelschauer nass gewesen. Ermittler begannen am Abend damit, den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren.

Polizeisprecher Carsten Grallert sagte, keiner der Verletzten schwebe in Lebensgefahr. Die beiden Schwerverletzten wurden mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus geflogen. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Osnabrück stundenlang voll dicht. Die Sperrung sollte frühestens gegen 19 Uhr aufgehoben werden.

Ausgelöst wurde die Unfallserie am Mittag etwa 1000 Meter vor der Ausfahrt Cloppenburg. Bei zwei Unfällen krachten zunächst mehrere Autos zusammen. Danach bildete sich ein Rückstau. Während die meisten Fahrzeuge halten konnten, fuhr ein Lastwagen auf einen anderen vor ihm stoppenden Lkw auf und schob etliche Fahrzeuge zusammen. In diesen Wagen seien zwei Menschen schwer verletzt worden, sagte der Polizeisprecher.

Danach kam es noch zu weiteren Folgeunfällen, diese seien aber zumeist glimpflicher ausgegangen. Die Ermittler registrierten insgesamt acht Zusammenstöße nacheinander.

Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. „Bei der Menge an Fahrzeugen ist es natürlich auch wichtig, einen Überblick zu gewinnen, wo Personen noch Hilfe benötigen“, sagte ein Beamter vor Ort.  

dpa/tfi

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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