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Panorama Marlene Dietrich bekommt Stern auf dem „Walk of Fame der Satire“
Mehr Welt Panorama Marlene Dietrich bekommt Stern auf dem „Walk of Fame der Satire“
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09:59 22.12.2011
Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" Die deutsche Filmschauspielerin Marlene Dietrich betört als Lola-Lola in dem von Josef von Sternberg inszenierten Ufa-Film "Der blaue Engel" die Männerwelt wie das Bild von 1929 zeigt.
Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" Die deutsche Filmschauspielerin Marlene Dietrich betört als Lola-Lola in dem von Josef von Sternberg inszenierten Ufa-Film "Der blaue Engel" die Männerwelt wie das Bild von 1929 zeigt. Quelle: dpa
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Mainz

Die Chanson-Legende und Schauspielerin Marlene Dietrich (1901-1992) bekommt einen Stern auf dem „Walk of Fame der Satire“ in Mainz. „Zu ihrem 20. Todestag am 6. Mai 2012 soll sie damit geehrt werden“, sagte der Leiter des Deutschen Kabarettarchivs, Jürgen Kessler, der Nachrichtenagentur dpa. „Schließlich war Marlene Dietrich eine ganz große Diseuse. Sie hat ihre Karriere als singende Kabarett-Schauspielerin begonnen und als Sängerin beendet.“ Stifterin des Sterns ist die Landessenderdirektorin des SWR Rheinland-Pfalz, Simone Sanftenberg. Marlene Dietrich wurde am 27. Dezember vor 110 Jahren geboren.

Mehr als 70 Künstler aller Spielformen der Satire werden inzwischen in der Mainzer Innenstadt zwischen dem Deutschen Kabarettarchiv und dem Forum-Theater Unterhaus mit Bronze-Sternen im Trottoir geehrt. So erinnert dieser Boulevard seit 2004 zum Beispiel an Loriot, Georg Kreisler, Kurt Tucholsky, Friedrich Hollaender, Werner Finck und Hanns Dieter Hüsch. Die im Boden eingelassenen Sterne tragen die Original-Signaturen der Geehrten. Zu prominenten Stiftern zählen Johannes Rau, Bernd Neumann, Gerhard Schröder, Markus Schächter, Michael Sommer und Christian Ude.

Marlene Dietrich hat als Filmschauspielerin bereits Sterne auf den „Walk of Fames“ in Hollywood und in Berlin. Der Stern in Mainz erstrahlt laut Kessler auch für ihre Haltung hinter ihren Chansons, mit denen sie weltweit gegen Faschismus, Rassenhass und Krieg angesungen habe. 

dpa