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Panorama Letzter Veteran des Ersten Weltkriegs gestorben
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14:33 05.05.2011
Der Brite Claude Choules lebte vor seinem Tod in einem australischen Altenheim. Quelle: dpa
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Der letzte männliche Veteran des Ersten Weltkriegs ist tot. Der gebürtige Brite Claude Choules starb mit 110 Jahren in einem Altenheim in Perth, wie der australische Sender ABC am Donnerstag berichtete. Jetzt gilt die Britin Florence Green (110) als letzte Veteranin des Ersten Weltkriegs, in dem etwa 70 Millionen Menschen gekämpft haben. Claude Choules wurde am 3. März 1901 in Großbritannien geboren. 1926 kam er nach Australien und diente auch dort beim Militär. 2009 veröffentlichte er ein Buch über sein Leben.

„Er hasste den Krieg“, sagte sein Sohn Adrian im März anlässlich des 110. Geburtstags seines Vater. „Er betrachtete dies rein als Job, er wollte Geld verdienen.“ Claude Choules schummelte und log einst über sein wahres Alter, als er sich mit 14 zur Marine meldete. Er diente unter anderem auf der „HMS Impregnable“. Adrian sagte, sein Vater habe die Deutschen im Ersten Weltkrieg als „Monster“ betrachtet, aber später gesehen, dass es auch nur junge Leute seien.

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Der letzte deutsche Teilnehmer des Ersten Weltkriegs, der Jurist Erich Kästner, starb am 1. Januar 2008 in Pulheim bei Köln. Der letzte britische Veteran, der auch zuletzt noch in Großbritannien - im englischen Somerset - lebte, starb am 25. Juli 2009: Harry Patch wurde 111 Jahre alt. Der letzte US-Veteran, Frank Buckles, starb erst kürzlich, am 28. Februar, mit 110 Jahren.

dpa