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Panorama Leitender Pistorius-Ermittler steht selbst unter Mordverdacht
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12:06 21.02.2013
Soll seine Freundin ermordet haben: Paralympics-Star Oscar Pistorius. Quelle: dpa
Pretoria

Zwar sei der Fall aus dem Jahr 2011 zwischenzeitlich fallengelassen worden, er sei aber Anfang Februar wieder aufgenommen worden. Dabei geht es um einen Vorfall 2009, als Botha und andere Polizisten auf einen Kleinbus mit sieben Insassen schossen, um ihn an der Weiterfahrt zu hindern. Es ging um die Suche nach Verdächtigen in einem Mordfall.

Am Donnerstagvormittag begann vor dem Magistratsgericht in Pretoria der dritte Verhandlungstag über eine mögliche Freilassung von Pistorius gegen Kaution. Die Verteidigung glaubt, dass es schon allein wegen mancher Ermittlungsmängel keine Belege für einen „vorsätzlichen Mord“ gebe. Staatsanwaltschaft und Polizei sind strikt gegen eine Freilassung des Paralympics-Stars. Es bestehe Fluchtgefahr, argumentieren sie. Der beinamputierte Profisportler wird von der Staatsanwaltschaft beschuldigt, am Donnerstag vergangener Woche seine Freundin Reeva Steenkamp (29) „vorsätzlich“ ermordet zu haben.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte in einem Radiointerview zu den Entwicklungen um Botha, es wäre wohl besser, den Polizeioffizier vom Pistorius-Fall abzuziehen. Der Sprecher der Polizei der Provinz Gauteng, Neville Malila, betonte, es sei noch nichts entschieden. Botha reagierte überrascht auf die Wiederaufnahme seines Falles: „Ich kann mit nur vorstellen, dass es etwas mit meiner Arbeit (im Fall) Oscar Pistorius zu tun hat“, erklärte Botha am Donnerstagmorgen dem Fernsehsender eNCA.

Botha spielte am Mittwoch bei der Gerichtsanhörung im Fall Pistorius eine zentrale Rolle. Vor dem Magistratsgericht in der südafrikanischen Hauptstadt wandte er sich wie die Staatsanwaltschaft entschieden gegen eine Freilassung von Pistorius auf Kaution. Es bestehe Fluchtgefahr, sagte auch er.

Der 26 Jahre alte Pistorius sagte, er habe seine Freundin aus Versehen erschossen, weil er glaubte, im Badezimmer befinde sich ein Einbrecher. In einem Kreuzverhör des Pistorius-Anwalts Barry Roux musste Botha zugeben, dass am Tatort keine Belege dafür gefunden worden seien, die den Darstellungen von Pistorius widersprächen.

Oskar Pistorius sei noch in einem „Schockzustand“, sagte der Onkel Arnold Pistorius in einem Fernsehinterview am Mittwochabend. Oscar sei tieftraurig, dass er selbst es war, der seine Liebe umgebracht habe. Er werde sicher lange brauchen, um damit fertig zu werden. „Oscar wird das überleben. Es wird hart werden, weiter zu machen, aber er ist einer, der überlebt.“

dpa/sag

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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