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Panorama Lehrer warnen Mädchen vor Sex mit Muslimen
Mehr Welt Panorama Lehrer warnen Mädchen vor Sex mit Muslimen
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23:55 06.11.2015
Flüchtlinge in Berlin: Ein Lehrerverband aus Sachsen-Anhalt unterstellt, dass die Menschen "nicht immer mit den ehrlichsten Absichten" nach Deutschland kommen. Quelle: Gregor Fischer/dpa
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Magdeburg

"Eine Immigranteninvasion überschwappt Deutschland", schreibt der Philologenverband Sachsen-Anhalt in der neuen Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift. Was die Lehrer vor allem beschäftigt: Viele Männer kämen ohne ihre Familien oder Frauen – "und sicher nicht immer mit den ehrlichsten Absichten", meinen Iris Seltmann-Kuke und Jürgen Mannke, die Vorsitzenden des Verbandes, die den Text unterschrieben haben.

Lehrer berichten von Belästigungen

"Es ist nur ganz natürlich, dass diese jungen, oft ungebildeten Männer auch ein Bedürfnis nach Sexualität haben", schreiben sie weiter. Viele Frauen würden "als Mütter heranwachsender Töchter die nahezu ungehemmten Einwanderungsströme mit sehr vielen Sorgen" beobachten. Mehrere Bekannte hätten ihnen schon von "sexuellen Belästigungen im täglichen Leben, vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten" berichtet.

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Für sie als "verantwortungsvolle Pädagogen" stelle sich deshalb die Frage, schreiben Iris Seltmann-Kuke und Jürgen Mannke – beide arbeiten an Gymnasien: "Wie können wir unsere jungen Mädchen ab 12 Jahren so aufklären, dass sie sich nicht auf ein oberflächliches Abenteuer mit sicher oft attraktiven muslimischen Männern einlassen?" Ihre Sorge begründen sie mit dem Islam: Verglichen mit den ethischen und moralischen Vorstellungen in Deutschland werde die Frau in muslimischen Ländern nicht gleichberechtigt behandelt. Sie fordern deshalb: "Wir müssen unmissverständlich klarmachen, dass diejenigen, die zu uns kommen, sich unseren Grundwerten anzupassen haben und nicht umgekehrt."

Politiker widersprechen dem Verband

Politiker in Sachsen-Anhalt reagierten empört auf den Artikel in der Mitgliederzeitschrift, wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet. Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) kritisierte, der Verband verstärke Gerüchte, verbreite Halbwahrheiten und benutze "unsere Werte als Keule". "Das grenzt an Hetze", sagte die Linken-Landesvorsitzende Birke Bull. "Das ist inhaltlich auf einem unterirdischen Niveau, das bedient Vorurteile und den rechten Rand", sagte Grünen-Fraktionschefin Claudia Dalbert der Zeitung.

Verbandschef Mannke wies gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung die Kritik zurück. "Ich bediene keine rassistischen Ressentiments", sagte er. "Wir machen uns Sorgen."

wer

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