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Panorama Länder beraten über Einführung von Kondompflicht für Freier
Mehr Welt Panorama Länder beraten über Einführung von Kondompflicht für Freier
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10:37 28.05.2010
In dem Stuttgarter Antrag heißt es: „Schließlich sollen die Betreiber verpflichtet werden, auf die Kondompflicht deutlich sichtbar hinzuweisen und ungeschützten Geschlechtsverkehr nicht zuzulassen.“ Quelle: dpa
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Das Land Baden-Württemberg dringt darauf, die Benutzung von Kondomen in Bordellen zur Pflicht zu machen. Sozialministerin Monika Stolz (CDU) werde den Antrag über strengere Auflagen für Bordellbetreiber in der nächsten Sitzung des Bundesrats Anfang Juni vorstellen, sagte eine Sprecherin am Freitag in Stuttgart und bestätigte teilweise einen Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ (Freitag). Hintergrund für die Initiative ist die Empörung über „Pussy-Club“-Bordelle mit dem Angebot für Sex zum Pauschalpreis, die es unter anderem in Heidelberg und Fellbach bei Stuttgart gab.

In dem Stuttgarter Antrag für einen besseren Schutz der Prostituierten heißt es unter anderem: „Schließlich sollen die Betreiber verpflichtet werden, auf die Kondompflicht deutlich sichtbar hinzuweisen und ungeschützten Geschlechtsverkehr nicht zuzulassen.“ Bei Verstößen drohen Bußgelder, im Wiederholungsfall sollen Bordelle sogar geschlossen werden können.

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Die CDU-Politikerin Stolz fordert von der Bundesregierung grundsätzlich höhere Hürden für die Eröffnung von Bordellen. „Wer ein Bordell eröffnen will, kann das bisher ohne Genehmigung tun.“ Künftig sollten Polizei und Ordnungsamt zuvor die Zuverlässigkeit des Betreibers testen. „Die Erlaubnis soll dabei befristet und mit Auflagen erteilt werden können“, hatte Stolz kürzlich erklärt.

dpa