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Panorama Kumpel sterben bei Grubenunglück in China
Mehr Welt Panorama Kumpel sterben bei Grubenunglück in China
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13:46 16.10.2010
In Zechen wie dieser in Guizhou lauert die Gefahr: Im vergangenen Jahr kamen mehr als 2.600 Menschen bei Grubenunglücken in dem Land ums Leben.
In Zechen wie dieser in Guizhou lauert die Gefahr: Im vergangenen Jahr kamen mehr als 2.600 Menschen bei Grubenunglücken in dem Land ums Leben. Quelle: dpa
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Eine Explosion in einem chinesischen Kohlebergwerk hat 20 Bergleute das Leben gekostet, 17 weitere sind unter Tage eingeschlossen. Das Unglück ereignete sich nach Behördenangaben am Samstagmorgen (Ortszeit) in der Provinz Henan. Es war zunächst nicht bekannt, in welcher Tiefe die Opfer verschüttet wurden und wie aufwendig ihre Rettung sein wird. Auch die Ursache der Explosion blieb zunächst unbekannt. Das Unglück weckt die noch frische Erinnerung an die dramatische Rettung von 33 Minenarbeitern in Chile, die am Donnerstag erfolgreich abgeschlossen wurde.

Der Unfall weist aber auch auf die traurige Bilanz der chinesischen Bergbauindustrie hin: Nirgends sonst kommen so viele Bergleute ums Leben wie in China, allein seit Beginn des Jahres waren es mindestens 515, den jüngsten Unfall nicht mitgezählt. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 2.600 Menschen bei Grubenunglücken in dem Land ums Leben. In der Provinz Henan spielte sich auch das verheerendste Minenunglück Chinas ab: 2004 wurden dort 195 Menschen bei einem Unfall getötet.

Peking geht zwar gegen illegale Bergwerke vor und schloss allein in diesem Jahr mehr als 1.600 Kohlegruben. Dennoch stieg die Zahl der Opfer im ersten Halbjahr dieses Jahres wieder an, nachdem sie mehrere Jahre in Folge zurückgegangen war. Die Regierung hat im Oktober angekündigt, dass Besitzer von Minen die Arbeiter unter Tage begleiten müssen - andernfalls drohen den Managern empfindliche Strafen.

Auch in China hat es dieses Jahr eine Aufsehen erregende Rettungsaktion unter Tage gegeben: 115 Arbeiter überlebten über eine Woche eingeschlossen in einer überfluteten Mine in der Provinz Shanxi. Die Bergleute aßen Sägespäne, Baumrinde und sogar Kohle. Manche band sich selbst mit ihren Gürteln an der Wand fest, um während des Schlafs nicht zu ertrinken.

dapd/afp

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