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Panorama „Es werden nur 171 Lehrer abgeordnet“
Mehr Welt Panorama „Es werden nur 171 Lehrer abgeordnet“
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21:14 16.08.2017
Von Michael B. Berger
Frauke Heiligenstadt. Quelle: Holger Hollemann
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Hannover

„Die Zahlen von Verbänden, dass 10 000 Stunden oder 1000 Lehrkräfte abgeordnet würden, sind Falschmeldungen.“ Nach derzeitigem Stand würden landesweit 171 Lehrer im Umfang von 965 Stunden von den Gymnasien an die Grundschulen geschickt. „Es können bis Ende des Monats weitere hinzukommen.“ Bisher hatte sie diese Zahlen nicht öffentlich genannt.

Heiligenstadt betonte, der akute Mangel an Grundschullehrern sei kein spezifisch niedersächsisches Problem. „Wir würden so viele Lehrer einstellen, wie wir können, aber die Lage ist in allen Bundesländern angespannt.“ In Nordrhein-Westfalen würden deshalb sogar Gymnasiallehrer dauerhaft an Grundschulen versetzt.

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Die Opposition konnte Heiligenstadt damit nicht beruhigen. Björn Försterling von der FDP warf Heiligenstadt vor, sich wieder einmal verrechnet zu haben. In manchen Grundschulen bekämen die Schüler derzeit keinen anderen Pädagogen zu Gesicht als ihren Klassenlehrer. Kai Seefried (CDU) beklagte, dass die Unterrichtsversorgung im fünften Jahr in Folge gesunken sei - von 102 auf 98 Prozent. Die Ministerin sei für das Chaos nach dem Start des Schuljahres verantwortlich, viele Schulen könnten zwei Wochen nach Ende der Ferien noch keinen verlässlichen Stundenplan gestalten.

Julia Willie Hamburg warf der Opposition daraufhin vor, einen sprachlichen Überbietungswettbewerb der Negativ-Superlative gestartet zu haben.

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