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Panorama Sind diese Bilder sexistisch?
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15:06 08.11.2017
 Leere Bilderrahmen hängen in einem Speisesaal der Zentralmensa in Göttingen, wo in der vergangen Woche die Ausstellung ·Geschmacksache· zu sehen war.  Quelle: dpa
Göttingen

Mit Betroffenheit haben das Studentenwerk Göttingen und die beteiligten Künstler auf Sexismus- und Antisemitismus-Vorwürfe gegen Bilder in der Uni-Mensa reagiert. Es sei zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt gewesen, „herabwürdigende Darstellungen von Juden wieder aufleben zu lassen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die am Mittwoch bei einer Pressekonferenz verlesen wurde. 

Am Freitag waren waren die Bilder vorzeitig abgehängt worden. Die Jüdische Gemeinde Göttingen hatte gerügt, dass in der Ausstellung eine Karikatur gezeigt wurde, auf der Albert Einstein mit Schweineohren zu sehen ist. 

Künstlerin Marion Vina Horst Reinert vom Studentenwerk Göttingen zeigt die umstrittenen Bilder in der Zentralmensa. In der Sexismusdebatte geht es vor allem um die Bilder von Marion Vina Die Ausstellung „Geschmackssache“ wird jetzt komplett abgehängt. Hier können Sie die Bilder noch sehen.

Nackte Brüste: „Geschmackssache“

Studierende und die Uni-Gleichstellungsbeauftragte hatten zuvor auch Zeichnungen von nackten Brüsten und einem Po als sexistisch und diskriminierend kritisiert. Die achtköpfige Künstlergruppe „Das KomiTee“ habe daraufhin beschlossen, alle 45 Werke der Ausstellung „Geschmackssache“ abzuhängen. Das Studentenwerk habe die Ausstellung deshalb abgehängt, sagte Geschäftsführer Jörg Magull. Das Studentenwerk hatte die Ausstellung zunächst vehement verteidigt, was wiederum Kritik auslöste.

Die dem „KomiTee“ angehörende Künstlerin Marion Vina zeigte sich „erschreckt“ über die massive Kritik, die sie und ihre Mitstreiter unvermittelt getroffen habe. Der Vorwurf des Antisemitismus sei verletzend. Ihre eigenen Bilder mit der Darstellung unbekleideter Menschen seien „im Vergleich zu vielem, was in der Werbung zu sehen ist, eher harmlos“. Zudem handele es sich wie bei allen übrigen Bildern der Ausstellung um Satire.

Besonders eine Zeichnung der Künstlerin Ulrike Martens war kritisiert worden. Es zeigt eine rosafarbene Karikatur Albert Einsteins mit Schweineohren. “Dieses Bild geht gar nicht”, sagt Achim Doerfer, Anwalt und Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde in Göttingen.  Das Bild von einer “Judensau”, so Doerfer, habe viele Mitglieder der Gemeinde gestört. 

Von dpa/Christoph Oppermann 

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