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Panorama Klimawandel bedroht Kartoffelanbau
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06:15 04.11.2012
Von Heike Manssen
Beim Norddeutschen Kartoffeltag beraten die Experten: Wie kann der Erdapfel dem Klimawandel trotzen? Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Die heimische Kartoffel braucht einmal wöchentlich, aber mindestens alle 14 Tage ordentlich Wasser von oben. Allerdings weniger in Form von Hagel oder stürmischen Regengüssen – auch Folgen des Klimawandels. Beim Norddeutschen Kartoffeltag in Uelzen haben sich deshalb Experten, Landwirte und Züchter gestern  mit dem Problem des veränderten Klimas befasst. Die Sache mit dem Wasser lässt sich schnell lösen: Die Landwirte müssen ihre Felder – im Osten von Niedersachsen wird dies häufig schon praktiziert – künstlich bewässern. „Dazu wird Grundwasser benötigt“, sagt Jürgen Grocholl, Leiter der Bezirksstelle Uelzen bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Doch bevor das Wasser auf den Acker kommt, müssen auch andere Ansprüche ans Grundwasser, zum Beispiel der des Naturschutzes, bedacht werden: „Daran arbeiten wir bereits“, sagt Grocholl.

Mehr Sorgen machen den Kartoffelbauern die zunehmenden Hitzeperioden im Sommer. Die Kartoffel ist nämlich ganz schön empfindlich: Bei über 20 Grad stellt sie einfach ihr Wachstum ein und wartet auf angenehmere Temperaturen. Also müssen neue, robustere Sorten her, die nicht so zimperlich sind. Die Züchter haben das Problem erkannt, einige Unternehmen experimentieren bereits mit Kartoffelvarianten. Allerdings dauert es bis zu zehn Jahre, bis eine neue Sorte auf den Markt kommt.

Und dann ist da ja auch noch der Verbraucher, der seine Kartoffeln in jeglicher Form schätzt. Ein Aufschrei ging damals durch Niedersachsen, als „Linda“ vom Markt genommen werden sollte. Es gründete sich sogar ein Freundeskreis namens „Rettet Linda!“, um die Kultkartoffel weiter anbauen zu dürfen.

Was passiert nur, wenn die festkochende „Bellinda“ oder die mehlige „Augusta“ zu Auslaufkartoffeln werden? „Es kann sein, dass sich der Verbraucher von der einen oder anderen altbekannten Sorten trennen muss“, sagt Grocholl. Aber: „Wir werden auch in Zukunft in der Region hochwertige Speisekartoffeln anbieten.“

Und von den Änderungen auf dem Acker merkt der Kunde sowieso nicht viel – geschmacklich gesehen. Dann schon eher im Geldbeutel, denn von dem höheren Aufwand bei der Produktion wird auch der Verkaufspreis nicht unberührt bleiben.

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