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Panorama Kind in Lebensgefahr, doch Elterntaxis behindern den Notarzt
Mehr Welt Panorama Kind in Lebensgefahr, doch Elterntaxis behindern den Notarzt
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12:56 20.09.2019
Zum Schulschluss wird es eng vor der Schule in Rethen. Quelle: Astrid Köhler
Rethen

An einer Grundschule in Rethen bei Hannover hat ein Kind am Dienstag einen schweren allergischen Schock erlitten – eine „lebensbedrohliche Situation“, wie Bärbel Vujicic, Rektorin der Grundschule, der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ) sagte. Doch der alarmierte Notarzt und Rettungswagen kamen zunächst nicht auf das Schulgelände – widerrechtlich geparkte Elterntaxis blockierten laut Vujicic die Zufahrt, die Eltern reagierten nur zögerlich auf die Aufforderungen, Platz zu machen. Wie die „HAZ“ berichtet, konnte dem Kind letztlich geholfen werden, niemand an der Schule wolle solch eine Situation allerdings erneut erleben.

Lesen Sie auch: Initiative: Zur Grundschule laufen ist sicherer als „Elterntaxi“

Rektorin reagiert auf Problem

In Absprache mit der Polizei möchte die Schulleitung daher nun erste Maßnahmen ergreifen. Hinweisschilder und Halteverbote sind im Gespräch. Hinweise auf die Rettungszufahrt suchen Passanten und Autofahrer vergeblich. Auch ein Halteverbot an dem rot gepflasterten Bereich entlang der Schulmauer könne sich Vujicic laut der „HAZ“ vorstellen.

Die Rektorin habe bereits einen Brief an die Eltern verfasst. „So etwas darf nicht geschehen“, schreibe die Rektorin darin. „Stellen Sie sich vor, Ihr Kind schwebt in Lebensgefahr, und die Ersthelfer kommen nicht durch, weil Fahrzeuge die Rettungszufahrt blockieren.“

Probleme mit Elterntaxis keine Seltenheit

Schon seit Jahren sorgen Elterntaxis für Probleme an der Schule. Die Schulelternratsvorsitzende Jacqueline Hilgert sagte laut „HAZ“: „Die Vorschriften müssten auch kontrolliert und durchgesetzt werden.“ Bereits vor Jahren seien erste Maßnahmen getroffen worden: Die Fahrbahn wurde rot gepflastert und verengt, sodass nur noch ein Auto auf Höhe des Schuleingangs fahren könne.

RND/cwo

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