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Panorama Kein Wasser: Feuerwehr rettet 140 Schweine vor Hitzetod in Tiertransporter
Mehr Welt Panorama Kein Wasser: Feuerwehr rettet 140 Schweine vor Hitzetod in Tiertransporter
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12:12 24.07.2019
Die Feuerwehr versorgte die Schweine mit Wasser. Quelle: Polizei Dortmund
Dortmund

Es waren laut Polizei erschreckende Bilder: Nach dem Hinweis eines Autofahrers haben Beamte aus Dortmund auf der A2 einen Tiertransport gestoppt. In einem Lkw fanden die Beamten am Dienstagabend 143 Schweine, die völlig dehydriert und in einem äußerst schlechten Gesundheitszustand waren. Mindestens drei Tiere waren laut Polizei bereits verendet.

Der Zeuge meldete sich gegen 17.50 Uhr über den Notruf bei der Polizei. Auf der A1 in Fahrtrichtung Dortmund kurz vor der Anschlussstelle Wuppertal-Barmen war ihm ein Viehtransport aufgefallen, dessen Tiere offensichtlich der hohen Hitzebelastung nicht „standhielten“. Diese Art des Transportes schien ihm nicht artgerecht zu sein.

Die Beamten der Autobahnpolizei entdeckten das Fahrzeug aufgrund der guten Beschreibung noch auf der A1 und leiteten es zur Kontrolle auf einen nahegelegenen Parkplatz auf der A2. Im Transportraum fanden sie 143 Schweine, die hyperventilierten und sich nicht mehr auf den Beinen halten konnten. Der Wassertank, der zur Versorgung der Tiere verbaut ist, war leer. Trotz einer Belüftung betrug die Temperatur 41 Grad.

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Die Tiere waren auf dem Weg zu einem Schlachthof

Mit Hilfe der Feuerwehr wurden die Tiere umgehend mit Wasser versorgt. Die Beamten entschlossen sich, einen Mitarbeiter des Veterinäramtes zu Rate zu ziehen. Dieser bestätigte die starke Überhitzung und eklatante Wasserunterversorgung der Tiere. Zudem stellte er fest, dass der Fahrer aus den Niederlanden nicht ordnungsgemäß die Dokumente für die Tierversorgung führte.

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Die Tiere waren auf dem Weg von Frankreich zu einem Schlachthof in Deutschland. Der 47-jährige Niederländer setzte nach einer entsprechenden Abkühlung der Schweine die Fahrt zum vorgesehenen Schlachthof fort, in dem sie dem zuständigen Veterinär übergeben wurden.

Gegen den Lkw-Fahrer fertigten die Beamten eine Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Zudem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 700 Euro erhoben.

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Von RND/seb

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