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Panorama Kein Telefon und kein Internet: „Erkunder“ besuchen Hochwasser-Gemeinden
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08:35 22.07.2021
Die vierspurig verlaufende Luxemburger Straße B265 bei Erftstadt wurde innerhalb kürzester Zeit vollständig überschwemmt.
Die vierspurig verlaufende Luxemburger Straße B265 bei Erftstadt wurde innerhalb kürzester Zeit vollständig überschwemmt. Quelle: imago images/Klaus W. Schmidt
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Rheinbach

Wegen der zusammengebrochenen Telefonnetze sind während der Hochwasser-Krise in Rheinbach und Swisttal bei Bonn Mitarbeiter als „Erkunder“ eingesetzt worden. Mitglieder der Einsatzleitung seien in die Orte geschickt worden, um Angaben über die abgeschnittenen Ortschaften zu machen, berichtete der Kreisbrandmeister des Rhein-Sieg-Kreises, Dirk Engstenberg, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Die Kommunikation sei sehr eingeschränkt und zum Teil gar nicht möglich gewesen. Teilweise seien auch die Mitarbeiter nur schwer weitergekommen.

Mobilfunk, Festnetztelefon und Strom waren ausgefallen

Mobilfunk und Festnetztelefon sowie der Strom waren in dem Gebiet größtenteils ausgefallen. In beiden Orten gab es Hochwassertote. Der Rhein-Sieg-Kreis hatte am Sonntag eine Katastrophenlage ausgelöst, weil in Rheinbach und Swisttal die Infrastruktur zusammengebrochen war und Straßen, Brücken und Häuser zerstört waren.

Petra Kalkbrenner, die Bürgermeisterin von Swisttal, berichtete: „Selbst der Digitalfunk hat nicht funktioniert.“ Das Rathaus sei wegen des Hochwassers mehrfach umgezogen und nun bei der Bundespolizei untergekommen. Die benachbarte Stadt Bornheim werde in den nächsten Wochen das Standesamt unterstützen und Trauungen vornehmen.

Spenden: 530.000 Euro eingegangen

Sowohl in Rheinbach mit rund 30.000 Einwohnern als auch in der 20.000-Einwohner-Gemeinde Swisttal funktioniere die Stromversorgung nur sehr eingeschränkt. „Einige Bereiche in Rheinbach haben Strom, viele haben keinen Strom“, berichtete Bürgermeister Ludger Banken.

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Die Hilfsbereitschaft sei ungebrochen, erklärte der Rhein-Sieg-Kreis. Auf den Spendenkonten seien bislang 530.000 Euro eingegangen. Der Wiederaufbau könne ins Auge gefasst werden. „Jetzt geht es darum, nach vorne zu schauen und die Soforthilfe zu erwarten“, sagte der Bürgermeister von Rheinbach. Banken betonte auch, dass es immense Schäden an Leib, Leben und Sachen gebe, die außerhalb seiner Vorstellungskraft gewesen seien. Seine Kollegin aus dem Nachbarort sagte, viele Menschen hätten ihre komplette Lebensgrundlage verloren.

RND/dpa

Der Artikel "Kein Telefon und kein Internet: „Erkunder“ besuchen Hochwasser-Gemeinden" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.