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Panorama Wie bekommt man ein Kriegsschiff ins Binnenmeer?
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17:41 04.06.2016
Kasachstan hat bei der deutschen Werft A&R eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Quelle: dpa
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Astana/Lemwerder

Die Ex-Sowjetrepublik Kasachstan ist interessiert an einem Patrouillenboot aus Deutschland zur Sicherung der Seegrenzen im Kaspischen Meer. Das kasachische Verteidigungsministerium habe dafür mit der Werft Abeking & Rasmussen (A&R) in Lemwerder bei Bremen eine Machbarkeitsstudie vereinbart. Das sagte Thomas Haake, Verkaufsdirektor für Marineschiffe bei A&R, am Samstag in der Hauptstadt Astana der Deutschen Presse-Agentur.

Das Ministerium sprach von einem mit Raketen und Artillerie bewaffneten Schiff für die kasachische Marine an dem ölreichen Binnenmeer. Andere Anrainer des Kaspischen Meeres sind Russland, Aserbaidschan, Turkmenien und der Iran. Es gehe um eine Weiterentwicklung der 66-Meter-Küstenwachboote, die auch der Bundesgrenzschutz nutzt, aber mit stärkerer Bewaffnung, sagte Haake.

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Für die kleinen Seestreitkräfte des Steppenstaates Kasachstan wäre es das größte Schiff. Bislang sind dort Boote russischer und türkischer Bauart in Dienst. Die Machbarkeitsstudie solle auch klären, wo das Patrouillenboot am besten gebaut werden sollte, sagte Haake. Aus Bremen müsste es quer durch Russland auf der Wolga ins Kaspische Meer überführt werden. Es könnte aber auch eine kasachische Werft mit deutscher Technik so erweitert werden, dass das Schiff dort gebaut und gewartet werden kann.

dpa

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