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Panorama Ein Überleben in Auschwitz? Nicht vorstellbar
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10:54 23.04.2015
Foto: "Ich konnte mir das nicht vorstellen" - Oskar Gröning
"Ich konnte mir das nicht vorstellen" - Oskar Gröning Quelle: dpa
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Lüneburg

Dem im Lüneburger Auschwitz-Prozess angeklagten Oskar Gröning war klar, dass wohl kaum ein Jude lebend aus dem Konzentrationslager herauskommen würde. "Ich konnte mir das nicht vorstellen", sagte der 93 Jahre ehemalige SS-Mann am Donnerstag auf Fragen der Nebenklage, die Holocaust-Überlebende und deren Angehörige vertritt.

Erstmals in dem Prozess sollen am Donnerstag zwei Überlebende des Vernichtungslagers im besetzten Polen als Zeugen aussagen, die dort zahlreiche Familienmitglieder verloren.

Gröning wird Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen vorgeworfen. Zu Prozessbeginn hatte er sich zu seiner moralischen Mitschuld bekannt. Er gestand, im KZ geholfen zu haben, Geld der Häftlinge einzusammeln und an die SS weiterzuleiten. Die Anklage wirft ihm vor, so dem NS-Regime wirtschaftliche Vorteile verschafft und das systematische Töten unterstützt zu haben.

dpa

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Er sei ein "armer kleiner Unteroffizier gewesen", sagt der angeklagte SS-Mann Oskar Gröning im Lüneburger Auschwitz-Prozess. Trotzdem reicht ihm eine Überlebende des Massenmords im Gerichtssaal die Hand - als Akt der Selbstheilung und der Selbstbefreiung, wie sie sagt.

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Im Lüneburger Auschwitz-Prozess hat der angeklagte frühere SS-Mann einen regelmäßigen Dienst bei der Selektion eintreffender Juden in dem Konzentrationslager verneint. An der Rampe in Auschwitz-Birkenau sei er in der fraglichen Zeit nur dreimal im Einsatz gewesen, sagte Oskar Gröning.

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In einem der letzten großen Auschwitz-Prozesse hat der 93-jährige früherer SS-Mann Oskar Gröning ein umfangreiches Geständnis abgelegt. „Für mich steht außer Frage, dass ich mich moralisch mitschuldig gemacht habe“, sagte der Angeklagte am Dienstag vor Gericht in Lüneburg.

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