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Panorama Juwelen-Kaufangebot: Staatsanwaltschaft Dresden hatte doch Kontakt zu Sicherheitsfirma
Mehr Welt Panorama Juwelen-Kaufangebot: Staatsanwaltschaft Dresden hatte doch Kontakt zu Sicherheitsfirma
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21:51 14.01.2020
Ein Absperrband hängt an einem Zaun vor den Gitterfenstern des Grünen Gewölbes. Eine israelische Sicherheitsfirma hat nach eigenen Angaben Schmuckstücke aus dem Einbruch im Dresdner Grünen Gewölbe von Unbekannten angeboten bekommen. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbil
Dresden

Die gestohlenen Juwelen aus dem Grünen Gewölbe in Dresden halten die Ermittler in Atem. Zuletzt hatte eine israelische Sicherheitsfirma behauptet, dass sie zwei gestohlene Schmuckstücke zum Kauf angeboten bekommen habe, für neun Millionen Euro. Die Ermittlungsbehörden gaben danach bekannt, keine Hinweise darauf zu haben, dass das stimmt. Außerdem wiesen Polizei und Staatsanwaltschaft Darstellungen zurück, wonach die Sicherheitsfirma CGI mit Untersuchungen zu dem Juwelendiebstahl beauftragt worden sei oder Kontakt zu ihnen aufgenommen wurde.

Doch nun sind doch noch E-Mails der israelischen Firma aufgetaucht, wie die „Dresdner Neuen Nachrichten“ (DNN) berichten – und zwar im Mailpostfach des Oberstaatsanwalts Jürgen Schmidt, dem Pressesprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft. Er sei die letzten Tage im Urlaub gewesen und habe die am 6. und 7. Januar abgesandten E-Mails erst jetzt entdeckt. Es handele sich um eine englische Konversation, die die Israelis weitergeleitet hätten. „Ich habe mir das nicht weiter angesehen, sondern den ermittelnden Staatsanwälten und der Sonderkommission der Polizei übergeben“, sagt er der Zeitung.

Keine veränderte Lage durch die Mails

Eine veränderte Lage sieht Schmidt laut DNN dadurch nicht. „Wir ermitteln weiter wegen Erpressung gegen Unbekannt“, sagt er. Diese Ermittlungen richten sich gegen die Personen, die hinter dem verschlüsselten E-Mail-Postfach stecken, von dem aus die israelische Firma wie auch der Mitteldeutsche Rundfunk kontaktiert worden sind. Auch der MDR sollte demnach für drei der gestohlenen Schmuckstücke einen Millionenbetrag in Bitcoins überweisen. Belege, dass die Absender der E-Mails in Besitz der Schmuckstücke gewesen seien, habe es keine gegeben, so der MDR. „Es gibt weiter den Verdacht, dass es sich um Trittbrettfahrer handelt“, sagt Oberstaatsanwalt Schmidt den DNN.

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