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Panorama Justin Bieber macht auf Marcel Reich-Ranicki
Mehr Welt Panorama Justin Bieber macht auf Marcel Reich-Ranicki
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12:29 24.05.2016
Ein"Haufen falschen Lächelns": Justin Bieber bei den Billboard Music Awards. Quelle: afp
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Los Angeles

Justin Bieber (22) legt sich mit der eigenen Branche an: Auf Instagram kritisierte er am Montag (Ortszeit), bei der Verleihung von Musikpreisen sehe er im Publikum einen "Haufen falschen Lächelns", vorbereitet für den Fall, dass die Kamera auf einen gerichtet werde.

Den Sinn von Preisverleihungsevents stellte Bieber in Frage - diese Events wirkten auf ihn "so hohl".

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Vor einem Tag noch auf der Bühne

Die Kritik des 22-Jährigen erinnert an den Auftritt von Marcel Reich-Ranitzki: Der 2013 verstorbene Literaturkritiker hatte bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises im Jahr 2008 den Preis abgelehnt und den "täglichen Blödsinn" im TV kritisiert.

Während Marcel Reich-Ranitzki die offene Bühne für seine Generalkritik nutzte, setzt Justin Bieber auf die sozialen Medien - und einige Stunden Abstand. Einen Tag nach der Verleihung der Billboard Music Awards, bei der Bieber als bester Künstler ausgezeichnet worden war und mit seinen beiden Hits "Sorry" und "Company" auftrat, veröffentlichte er seine Kritik auf Instagram.

Bieber schreibt dort: Natürlich gebe es Menschen, die "ehrlich stolz auf andere" seien, diese wolle er nicht zusammen mit "der übergroßen Mehrheit" niedermachen. Er wolle auch nicht respektlos erscheinen gegenüber denjenigen, die diese Shows inszenierten, "aber ich fühle mich weder wohl, wenn ich dabei bin, noch hinterher".

I don't know about these award shows.. No disrespect to anybody at any of the shows or the people running it. Nothing but love for you guys and your support. But I don't feel good when I'm there nor after. I try to think of it as a celebration but can't help feeling like people are rating and grading my performance. A lot of people in the audience there to be seem worried about how much camera time they will get or who they can network with. When I'm doing a regular show I feel they are there for the right reasons and to strictly have a good time! But these award shows seem so hollow. I get the premise is to award people for their accomplishments, but is it really? Because when I look in the audience I see a bunch of fake smiles so that when the camera hits them they look happy. Sure there are people truly proud of others so I don't want to knock them I'm just looking at the vast majority. I just think to myself if I'm living my purpose I want the reward to be fulfillment. I'm getting awarded for the things that I'm doing and not for who I am which is understandable I know it would probably be hard to calculate and award someone's spirit lol.  But When I do get these awards the temptation of putting my worth in what I do is so hard to fight!!!I am privileged and honored to be recognized by my peers in but  in these settings I can't feel the recognition. There's an authenticity missing that I crave! And I wonder does anybody else.. Sorry not sorry about grammar it's not my strong point

Ein von Justin Bieber (@justinbieber) gepostetes Foto am


Zu seinem für ihn ungewöhnlich langen Text stellte Bieber ein Foto einer grünen Landschaft mit Schlossruine und einer Herde Schafe. Worauf sich das genau bezog, stellte er nicht klar.

dpa/RND/zys

Karl Doeleke 27.05.2016
24.05.2016
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