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Panorama Jugendfeuerwehr will Edathy-Geld annehmen
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12:30 10.03.2015
Die 5000 Euro aus dem Kinderpornoprozess gegen Sebastian Edathy soll an den Jugend- und Kinderfeuerwehrverband in Niedersachsen ausgezahlt werden.
Die 5000 Euro aus dem Kinderpornoprozess gegen Sebastian Edathy soll an den Jugend- und Kinderfeuerwehrverband in Niedersachsen ausgezahlt werden. Quelle: Julian Stratenschulte
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Verden

Der Jugend- und Kinderfeuerwehrverband in Niedersachsen will die 5000 Euro aus dem Kinderporno-Prozess gegen Sebastian Edathy annehmen. "Mit der uns nun zugewiesenen Geldauflage werden wir unser Präventionskonzept insbesondere im Bereich Kindeswohlgefährdung ausbauen und so weiterhin als Jugendverband unseren Schutzauftrag gegen einen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen konsequent erfüllen", teilte der Verband am Dienstag auf seiner Internetseite mit.

"Die Kammer hat entschieden, dass der Verband das Geld erhalten soll, weil er sich bislang mehrfach vergeblich um eine Zuwendung bemüht hat", sagte Katharina Krützfeld, Sprecherin des Landgerichts Verden. Nach Auffassung des Gerichts führe der Verband "sinnvolle und förderungswürdige Projekte zum Schutz von Kindern und Jugendlichen" durch.

Die erneute Bestimmung eines Empfängers war notwendig, weil der erste vom Gericht genannte Adressat, der Kinderschutzbund Niedersachsen, die Annahme verweigert hatte. Die Organisation hatte die Ablehnung mit der fehlenden Reue Edathys begründet: Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass es möglich sei, sich von Vergehen gegen Kinder freikaufen zu können.

Die Niedersächsische Jugendfeuerwehr (NJF) ist der übergeordnete Landesverband der Jugend- und Kinderfeuerwehren. Sie wurde 1962 gegründet und besteht eigenen Angaben zufolge aus 1966 Jugendfeuerwehrgruppen, in denen rund 30 000 Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 18 Jahren aktiv sind. Außerdem gibt es demnach gut 700 Kinderfeuerwehren mit mehr als 10 000 Mitgliedern zwischen 6 und 10 Jahren. Das körperliche und seelische Wohlbefinden der Jungen und Mädchen in den Kinder- und Jugendfeuerwehren zu schützen, ist laut NJF "eines der zentralen Anliegen" des Verbandes.

dpa

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