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Panorama Jordanisches Königspaar empfängt Papst
Mehr Welt Panorama Jordanisches Königspaar empfängt Papst
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15:10 08.05.2009
Papst Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI. Quelle: Vincenzo Pinto/afp
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Zur Begrüßung wurden 21 Kanonenschüsse abgefeuert. Außer dem Königspaar hatten sich auch muslimische und christliche Würdenträger sowie der israelische Botschafter in Amman versammelt. In einer Rede sprach Benedikt XVI. den Muslimen seinen "tiefen Respekt" aus. Zugleich betonte er, dass Religionsfreiheit ein wesentliches Menschenrecht sei.

Der Papst lobte Jordanien als ein Land, das seit langem mit an der Spitze von Friedensinitiativen für den Nahen Osten und für den interreligiösen Dialog stehe. König Abdullah rief Benedikt XVI. zur Erneuerung des Dialogs zwischen Christen und Muslimen auf. "Hier und jetzt müssen wir einen neuen umfassenden Dialog der Verständigung und des guten Willens schaffen", sagte der Monarch, der ein Nachkomme des Propheten Mohammed ist. Der Dialog könne einen "bedeutenden Beitrag" zur Beilegung des Nahost-Konflikts leisten. Provokation und Lehren der Spaltung würden hingegen zu "unsäglichen Leiden" führen, warnte Abdullah.

Der Papst-Besuch in Jordanien wurde von strengen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Am Montag fliegt der Pontifex weiter nach Tel Aviv. Während seines fünftägigen Aufenthalts in Israel und den Palästinensergebieten wird der Papst neben dem israelischen Staatschef Schimon Peres und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas auch muslimische und jüdische Geistliche treffen. Geplant sind außerdem eine Rede in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem, ein Gang zu Felsendom und Klagemauer in Jerusalem sowie der Besuch eines palästinensischen Flüchtlingslagers.

Benedikt XVI. ist der dritte Papst, der seit der Gründung des Staates Israel 1948 in das Heilige Land reist. Die Beziehungen zwischen Israel und dem Vatikan waren zuletzt wegen des Skandals um den Holocaust-Leugner Richard Williamson belastet worden, dessen Exkommunizierung Benedikt XVI. zurücknahm.

afp